Diese Ratsmitglieder gehören dem Kreistag die nächsten fünf Jahre an.

Der Kreistag kam am Montagabend zur konstituierenden Sitzung zusammen

„Hand ans Werk für das schöne Ländchen Wolfenbüttel“, waren die letzten Worte von Landrätin Christiana Steinbrügge am Montagabend. Dabei zitierte sie Paul Eyferth, der 1946 der erste Landrat in Wolfenbüttel war.

Nun hat sich der Kreisrat in einer zweistündigen Sitzung zum 18. Mal konstituiert. Ihm gehören sechs Fraktionen an: 17 Ratsmitglieder der SPD, 15 von der CDU, fünf von der AfD, fünf von den Grünen, zwei von den Linken sowie zwei von der FDP. Alle gewählten Fraktionsvertreter waren auch zur ersten Sitzung anwesend, die 37 Tagesordnungspunkte umfasste. Hartmut Schulz übernahm zunächst als ältestes Kreistagsmitglied die Sitzungsleitung. Nach der Begrüßung durch die Landrätin per Handschlag, folgte die Wahl des neuen Kreistagsvorsitzenden. Oliver Ganzauer (SPD) nahm die Wahl mit fünf Gegenstimmen an und leitet damit für die nächsten fünf Jahre den Kreistag. Als erste Stellvertreterin wurde Elke Grosser (CDU) gewählt. Ehrhard Dette (Grüne) setzte sich bei der Wahl zum zweiten Stellvertreter mühelos gegen Achim Nieder (AfD) durch. 

Bei der Bildung des Kreisausschusses stimmten die Anwesenden einstimmig dafür, dass diesem wieder zehn Mitglieder angehören sollen: Von der SPD: Falk Hensel, Marcus Bosse, Sabine Resch-Hoppstock und Julian Märtens; CDU: Uwe Lagosky, Uwe Schäfer und Manfred Koch; AfD: Jürgen Pastewsky; Grüne: Christiane Wagner-Judith; FDP: Björn Försterling; und als Grundmandat von den Linken: Anfred Stoppok. Kurz darauf folgte die Wahl der Landratsvertreter. „Auch künftig soll die Anzahl bei drei gleichberechtigten Vertretern bleiben“, folgten die Mitglieder bei einer Enthaltung dem Vorschlag. Julian Märtens (SPD), Uwe Schäfer (CDU) und Christiane Wagner-Judith (Grüne) wurden daraufhin einstimmig gewählt.   

Unverändert stimmten die Ratsmitglieder für die gleiche Bildung der bisherigen sieben Ausschüsse. Auf Antrag der SPD wurde jedoch der Ausschuss „Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft, Bauen und Klimaschutz“ um das Wort „Atommüllrückholung“ ergänzt. Den Vorsitz übernimmt Norbert Löhr von der CDU. Elke Grosser (CDU) übernimmt den Vorsitz des „Ausschusses für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Integration“. Susanne Fahlbusch (SPD) leitet den „Ausschuss für Schule und Sport“, Harald Koch (SPD) hat den Vorsitz beim „Ausschuss für Wirtschaft, Finanzen, Personal und Sicherheit“, den „Jugendhilfeausschuss“ leitet Günter Eichenlaub (CDU), den „Betriebsausschuss Wirtschaftsbetriebe Landkreis Wolfenbüttel“ führt Michael Hausmann (SPD) an. Und die AfD wird mit Klaus-Dieter Heid den „Verwaltungsrat des Eigenbetriebes Bildungszentrum“ leiten. 

Im Anschluss folgten die Wahlen der Vertreter für Gesellschaften, Beiräte und Mitgliedschaften, die nicht weiter im Einzelnen aufführbar sind. Einzig bei der Benennung von fünf Vertretern für die Begleitgruppe Asse II kam es zu einer angeregten Diskussion. Auf Antrag der SPD, die zudem das Vorrecht hatte, sollte beschlossen werden, auf das herkömmliche „Hare-Niemeyer-Sitzzuteilungsverfahren“ zu verzichten und stattdessen eine lockere Zuteilung der Fraktionen zu ermöglichen. „Der Kreistag ist frei in der Entscheidung, davon abzuweichen. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, in der „A2B“ ein möglichst breites Spektrum aller Parteien zu haben“, formulierte Falk Hensel den Antrag. Mit vier Gegenstimmen und einer Enthaltung wurde der Antrag jedoch abgelehnt. Für den Stiftungsrat der „Stiftung Zukunftsfonds Asse“, wofür der Bund per Gesetz jährlich drei Millionen Euro zur Verfügung stellt, fiel die personelle Entscheidung leichter: Marcus Bosse und Falk Hensel (SPD), Dietmar Fricke und Uwe Schäfer (CDU) sowie per Los-Entscheid die AfD mit Klaus-Dieter Heid gehören ihm an. Für die Zivilgesellschaft wird Prof. Dr. Rosemarie Karger vertreten sein. 

Das öffentliche Protokoll soll in der kommenden Woche auf der Landkreishomepage abrufbar sein. Dort können Sie dann auch die Vertreter für die Gesellschaften, Beiräte und Mitgliedschaften nachlesen, die hier nicht weiter aufgeführt werden können. 

Der Kreistag kommt das nächste Mal am Montag, 6. Februar, um 17 Uhr im großen Sitzungssaal der Kreisverwaltung zusammen. 


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