Mitglieder des FrauenFotoForums Wolfenbüttel (links) und des Wolfenbütteler Hospizvereins stellen in den neuen Räumlichkeiten die ebenfalls neue Broschüre „Begleitung am Lebensende“ vor.

Neue Broschüre und neue Räumlichkeiten für den Hospizverein

Die Teilnehmer der Mitgliederversammlung am Donnerstag waren die ersten, die sie zu Gesicht bekamen: die neue Broschüre des Wolfenbütteler Hospizvereins für Palliativpatienten und ihre Angehörigen. „Begleitung am Lebensende“ lautet der Titel der zum zehnjährigen Bestehen des Hospizvereins angekündigten Broschüre. Vorsitzende Dagmar Ammon und Mitglieder des Vorstandsteams stellten sie jetzt der Öffenlichkeit vor – und zwar in den ebenfalls neuen Räumlichkeiten an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße 1a.

„Mit der Broschüre möchten wir Palliativpatienten und ihren Angehörigen eine Hilfe an die Hand geben, die sie begleitet, in der sie nachlesen können und in der sie Anregungen und Tipps finden, wie sie sich in Krisensituationen verhalten können“, sagt Dagmar Ammon. Zum zehnjährigen Bestehen des Vereins im August 2016 sollte der Wunsch nach der Broschüre erfüllt werden – nun hat es ein wenig länger gedauert. Entstanden ist eine hochwertige und professionelle Broschüre mit vielen Anregungen für den Alltag, die in schwierigen Momenten helfen können, aber auch mit Texten zum Nachlesen  zu den Themen Spiritualität, Demenz oder Abschied.

„Wir haben für die Broschüre Texte eingekauft, die wir individuell für uns verändert und überarbeitet haben“, sagt Dagmar Ammon. Darüber hinaus gibt es Textbeiträge, zum Beispiel von Seelsorger Pfarrer Volkmar Schmuck oder der Sterbe- und Trauerbegleiterin Diplom-Theologin Mechthild Ludwig-Mayer.

Bebildert wurde die Broschüre mit Motiven des FrauenFotoForums Wolfenbüttel. Dessen Mitglieder haben zum Thema passende Fotos, die allesamt in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel entstanden sind, ausgewählt und dem Hospizverein kostenlos zur Verfügung gestellt. „Wir haben uns für die Broschüre Bilder aus Wolfenbüttel gewünscht, damit sich die Menschen darin wiederfinden und wissen, dass dies die Broschüre für Wolfenbüttel ist“, erzählt Dagmar Ammon.

Sabine Resch-Hoppstock vom FrauenFotoForum, die beruflich die Seniorenbetreuung Schloss Schliestedt leitet und selbst auch Mitglied im Hospizverein ist, lobt die Broschüre: „Die enthaltenen Texte helfen Angehörigen in schwierigen Situationen praxisnah weiter.“ Das FrauenFotoForum sei dankbar, an der Gestaltung beteiligt gewesen zu sein.

Die Broschüre „Begleitung am Lebensende“ ist zunächst in einer Auflage von 3.000 Stück erschienen und für Palliativpatienten und deren Angehörige beim Hospizverein erhältlich. Zu einem späteren Zeitpunkt soll sie zum Download ins Internet gestellt werden, kündigt Dagmar Ammon an und dankt allen Spendern und Beteiligten, die die Broschüre ermöglicht haben.

Seit März hat der Hospizverein seine neuen Räumlichkeiten in der Dietrich-Bonhoeffer-Straße 1a bezogen und sich damit von einem 36 Quadratmeter großen Gruppenraum auf eine 120 Quadratmeter große Wohnung vergrößert, in der nun zwei große Gruppenräume, ein Büro sowie eine Küche zur Verfügung stehen. Die Möbel seien überwiegend gespendet worden, sagte Ammon und auch die Miete werde über Spenden finanziert. Dank seiner zurzeit 202 Mitglieder habe der Hospizverein jedoch auch eine verlässliche Größe an Finanzmitteln.

Die Räumlichkeiten stehen den verschiedenen Gruppen des Hospizvereins für ihre Treffen zur Verfügung. Außerdem finden dort das Trauercafé und Trauergespräche, Fortbildungen und Vorstandssitzungen statt. Zukünftig könnte sich in den geschützten Räumlichkeiten auch eine Kindertrauergruppe treffen, kündigt Dagmar Ammon an. Ein Hospizhaus sei jedoch nicht Ziel des Vereins. „Unser Ziel bleibt es weiterhin, die Menschen dort zu begleiten, wo sie leben“, betont Ammon.


ANZEIGE