Zwei Wahrzeichen Braunschweigs auf einem Foto: Büssing und der Löwe. Die Bustaufe der Büssing-Busse auf dem Burgplatz war ein großes Ereignis.

Büssing-Bustaufe auf dem Braunschweiger Burgplatz

Büssing zurück in der Löwenstadt! Das zieht die Menschen auch heute noch magnetisch an. In Scharen kamen sie am Montag auf den Burgplatz, wo das Wolfenbütteler Reiseunternehmen „Der Schmidt“ eine ganz besondere Bustaufe veranstaltete.

Man merkt es ganz deutlich: Büssing – dieser Name, dieses Unternehmen und diese Fahrzeuge, die einst in Braunschweig gebaut wurden, all das ist tief in den Herzen vieler Menschen verankert, sie hängen daran. Das wurde sehr deutlich.

Heinrich Büssing (1843 bis 1929) war es, der als 60-Jähriger nach einem langen Arbeitsleben als Chefingenieur beim Industriellen Max Jüdel selbst eine Firma gründete; diese entwickelte sich zu einem Unternehmen mit Weltrang. Busse und Lastwagen von Büssing mit dem Braunschweiger Löwen im Emblem waren rund um den Globus unterwegs und trugen so den Namen des großen Braunschweiger Gründers in alle Welt. Später übernahm MAN Büssing – aber der Löwe blieb im Logo.

Einen besonderen Coup landete jetzt das Wolfenbütteler Reiseunternehmen „Der Schmidt“. Es stellte nämlich eine Spezial-
flotte aus MAN-Reisebussen in Dienst, auf denen das stolze Büssing-Wappen prangt. Es handelt sich hierbei um eine Sonderedition, die aber von sich reden macht – schon bei der Taufe.

Die Familie Schmidt ist sehr stolz, „Büssing wieder nach Hause geholt zu haben“. Allen voran Senior-Chef Josef Schmidt, der sich mit seinen 93 Jahren noch sehr gut an die Zeiten der Anfänge seiner Firma erinnert. Vor fast 60 Jahren habe er seinen ersten Büssing gekauft, jetzt habe man ihn wieder: Das sei für ihn alles sehr emotional.

Vor ihm steht die moderne Büssing-Flotte in all ihrer Pracht auf dem Burgplatz. Vier moderne Reisebusse mit jeglichem Komfort. Produziert wurden sie in der Türkei, veredelt in Sachsen. 

Bei solch einem Ereignis darf natürlich auch die Familie Büssing selbst nicht fehlen! Büssing-Urgroßnichte Liza Klenk ist mit ihrem Vater Stephan Körber, Heinrich Büssings Großneffe, auf den Burgplatz gekommen, um dem denkwürdigen Ereignis beizuwohnen. Die Familie hält das unternehmerische Erbe aufrecht. 

Stephan Körber hat die früheren Büssing-Werke am Heinrich-Büssing-Ring als Immobilie übernommen. 

Die eigentliche Bustaufe, sogar mit kirchlichem Segen, trifft auf großes Interesse in der Braunschweiger Bevölkerung. Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa unterstreicht die Wichtigkeit solcher Symbole für die Stadt. 

Der begnatete Erfinder und Nutzfahrzeug-Unternehmer Heinrich Büssing tauge zum Vorbild und zum Identitätsstifter. Damit wies MAN-Vizepräsident Heiko Haumer auf die Aktualität der Büssing-Philosophie weist hin. 


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