So schnell konnten die Projektstudenten der Ostfalia gar nicht gucken, schon waren sie Teil eines Spontan-Theaters samt Verkleidung in der Fußgängerzone. Ob Raupe, Regenwurm oder Spinne, den Kindern wurde gezeigt, welche Tiere an dem Entstehungsprozess von Humus beteiligt sind.

25 Jahre Wolfenbütteler Umweltmarkt

Gestern fand in der Fußgängerzone von 9 bis 17 Uhr der traditionelle Wolfenbütteler Umweltmarkt (WUM) statt. Die Organisatoren konnten sogar ein Jubiläum feiern. Für den 25. Jahrestag haben sie sich einiges einfallen lassen.

Gestern fand in der Fußgängerzone von 9 bis 17 Uhr der traditionelle Wolfenbütteler Umweltmarkt (WUM) statt. Die Organisatoren konnten sogar ein Jubiläum feiern. Für den 25. Jahrestag haben sie sich einiges einfallen lassen.  

Der Wolfenbütteler Umweltmarkt war vor 25 Jahren als eine private Veranstaltung der Bürgerinititative Aktion Atommüllfreie Asse entstanden, die ursprünglich aufzeigen wollte, wie man umweltfreundlich mit dem Thema Energie umgehen kann. Schnell wurden allerdings viele weitere Umweltthemen aufgegriffen. Beim WUM wurde auch dieses Jahr zu dem immer noch aktuellen Thema Asse mit Aspekten wie unter anderem Verfüllungsmaßnahmen des Bergwerks, Umgebungsüberwachung und Gesundheitsmonitoring von verschiedenen Gruppen kritisch informiert. Daneben gab es an den Ständen eines Solaranbieters und der Bürgerenergiegesellschaften Möglichkeiten, die regenerative Energieerzeugung selbst in die Hand zu nehmen. Klimaschutz und regionale Förderprogramme, ökologisches Investment, Heizsysteme, Regenwassernutzung, naturgerechte Gartenplanung und das fast in Vergessenheit geratene Recyclingpapier waren weitere Themen des diesjährigen Umweltmarktes. Der Landkreis und verschiedene Naturschutzverbände sowie eine Imkerei berichteten über regionale Naturschutzmaßnahmen. Verkehrsverbände, ein Fahrradhändler und die Stadtwerke präsentierten ihre Lösungen für umweltgerechte Mobilität mit Fahrrad, Pedelec, E-Mobilen oder erdgasbetriebenen Fahrzeugen mitsamt der passenden Energieversorgung.

Gleich mehrere Aktionen wurden auf dem Wolfenbütteler Umweltmarkt extra für die junge Generation durchgeführt. Neben dem Mülltheater mit Herrn Stinknich bot das AHA-ERLEBNISmuseum nicht nur Informationen über die aktuelle Ausstellung, sondern auch Mitmachaktionen für Vorschul- und Grundschulkinder an. Gleich nebenan war die Kita Leinde vertreten, und vor dem Bankhaus Seeliger auf der Langen Herzogstraße stand ein Kinderkarussell. Das Besondere: Dieses Karussell wurde nicht mit Strom angetrieben, sondern mit Muskelkraft. Horst Polowiak, im vergangenen Jahr vom MTV Wolfenbüttel zum Sportler des Jahres gekürt, hat mit dem Fahrrad stundenlang seine Runden gedreht – sehr zur Freude der kleinen Gäste.

Auch Schüler des Gymnasiums im Schloss beteiligten sich am Wolfenbütteler Umweltmarkt. Die Tschernobyl-AG buk Waffeln und bemalte Fairtrade-Taschen als umweltfreundliche Alternative zu Plastiktragetaschen.


ANZEIGE