30 Jahre Kindergruppe „Regenbogen“ in Eilum

Eilum. Die Gästeliste war lang und auf dem Gelände herrschte teilweise dichtes Drängeln. Die Kindergruppe „Regenbogen“ feierte gestern Nachmittag das 30. Bestehen. Durch engagierte Eltern wurde diese kinderfreundliche Einrichtung als Eltern-Initiative damals geschaffen, berichteten Catrin Singethan und Angela Franke bei ihrer Ansprache, die sich beide die Hausleitung teilen. Und heute? 30 Jahre später gehört die Gruppe zur festen Einrichtung in der Samtgemeinde Elm-Asse und erfreut sich großer Beliebtheit, wie auch Samtgemeindebürgermeisterin Regina Bollmeier betonte: „Das Besondere an der Kindertagesstätte ist die familiäre Atmosphäre.“ Die Räumlichkeiten in der ehemaligen Dorfschule bieten den Rabauken viele Möglichkeiten zur frühkindlichen Bildung. „Alle Räume sind für verschiedene Funktionen nutzbar und bieten vielfältigste Erfahrungsmöglichkeiten.“ Auf dem großen Außengelände, die sich gestern Nachmittag zur Festmeile verwandelte, gibt es unzählige Möglichkeiten, um sich auszutoben.

 

Der Träger des Kindergartens ist nicht die Samtgemeinde, sondern der Verein „Verein zur Förderung von Kindergruppen auf dem Lande e. V.“. Neben der Hausleitung gibt es noch drei weitere Mitarbeiterinnen, die zum festen Team gehören, dazu zählen Maileen Droste, Jenny Range und Carmen Osmers. Oftmals gebe es auch Praktikanten oder FSJler. In der Kindertagesstätte haben insgesamt 23 Kinder Platz, davon fünf in der Zwergengruppe, die jünger als drei Jahre sind. Catrin Singe-
than: „Wir arbeiten hier seit 2000 integrativ mit Einzelintegration. Und vor drei Jahren haben wir unser Modell zur Gruppenintegration umgewandelt“, beschrieb sie das Konzept. Und das sich dieses bewährt, stellen wohl insbesondere die Kinder fest. Denn jeden Tag gibt es ein anderes Programm. So gibt es montags den „Fahrzeugtag“, bei dem die Kinder ihre Bobbycars mitbringen und oftmals auch Wettrennen veranstalten. Dienstags geht es ins Schwimmbad nach Neuerkerode oder in die Turnhalle nach Evessen. Am Mittwoch ruft die Natur, dann geht es in die umliegenden Wälder. Am Donnerstag wird relaxed und sich einfach mal ausgeruht. Und an den Freitagen wird abwechselnd mit den Eltern zusammen gekocht und gegessen. 

„In den drei Jahrzehnten habe die Einrichtung knapp 190 Kinder betreut und in die Schule gebracht“, so die Hausleitung. Und in dieser langen Zeit gab es von vielen unheimliche Unterstützung. So zum Beispiel von der Biobäckerei aus Evessen, von wo Brot und Brötchen für das gemeinsame Frühstück bezogen werden. Die Landschlachterei Römmling versorgt die Kinder mit Wurstwaren und der Biobauernhof „Lindenhof“ liefert Milch und Yoghurt. „Wir sind darüber sehr dankbar“, betonte Singethan. Für die Betreuung der Kinder müssen 30 Prozent von der Elternschaft übernommen werden, der Rest werde kommunal abgedeckt. Dabei finanziere sich der Verein über Spenden, oder verkauft bei öffentlichen Veranstaltungen Kaffee und Kuchen. 

Doch auf einen Sponsor ist die Einrichtung ganz besonders stolz: Auf den Schöppenstedter REWE-Markt um Marktleiter Christoph Albrecht. Auch er war gestern Nachmittag dabei und brachte große Kartons an Süßigkeiten, Malbüchern und Stiften mit, die die Einrichtung hervorragend nutzen kann. Zudem brachte er ein „Flachgeschenk“ über 400 Euro mit. Der Wert ist über ein Jahr gesammelt worden. In seinem Markt stand ein Briefkasten, in dem Bürger Pfandbons einwerfen konnten. Er habe den Wert schließlich auf die Summe aufgestockt. Singethan: „Wir wollen davon ein in den bodengelassenes Trampolin anschaffen“, sprach sie ihren ganz besonderen Dank aus. 

Für die älteren Besucher und Wegbegleiter klang der Tag schließlich mit einer Disko bis in die frühen Morgenstunden aus.


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