Bei einer Pressekonferenz gestern wurde die aktuelle Lage in Stadt und Land erörtert. Von links: Jörg Koglin, Leiter des Katastrophenstabs, Landrätin Christiana Steinbrügge, Bürgermeister Thomas Pink sowie Außenminister Sigmar Gabriel.

Lage der Region - Hilfen für Hochwasseropfer

Der Pegel der Oker geht weiter deutlich zurück. Die Aufräumarbeiten im gesamten Landkreis laufen. Gestern wurde bereits der Sperrmüll aus dem Bereich Rosenwall abgeholt. Die Straße ist ab sofort wieder freigegeben. Zum Glück traten im Bereich der Fahrbahn und der Gehwege keine nennenswerten Schäden auf.

Zu allgemeinen  Schadenshöhen kann derzeit noch keine Auskunft gegeben werden, da diesbezüglich die Ermittlungen noch laufen. 

Sandsäcke, die während des Hochwassers im Einsatz waren, sind nicht mehr verwendbar. Für die Rückgabe einzelner Sandsäcke steht auf dem Betriebsgelände der SBW (Neindorfer Straße) ein Container bereit. Im Bereich des Rosenwalls werden ebenfalls zwei Container aufgestellt. Diese sind ausnahmslos für Sandsäcke, nicht für Sperrmüll zu nutzen.

Viele Betroffene fragen sich nun, wie es weiter geht. Besonders diejenigen, die keine Elementarversicherung haben oder abschließen konnten, stehen teilweise vor einer finanziell unüberwindbaren Hürde. 

Am gestrigen Dienstag fand im Rathaus eine Pressekonferenz zum Thema „Hochwasser-Lage in der Region“ und „Hilfen für die Hochwasseropfer“ statt, bei der sich Vertreter aus Stadt und Landkreis zur aktuellen Lage äußerten. 

Neben Wolfenbüttels Bürgermeister Thomas Pink und der Landrätin Christiana Steinbrügge waren auch der Bürgermeister oder dessen Vertreter aus den Gemeinden Cremlingen, Elm-Asse, Schladen-Werla, Oderwald und SZ-Baddeckenstedt vor Ort, um über die Ereignisse zu berichten. Ebenfalls waren Vertreter von ABW, SBW, Feuerwehr, Polizei, THW, den Stadtwerken und des Katastrophenfall-Stabs dabei, um von den Einsätzen während der letzten Tage zu berichten. 

Erläutert wurden auch noch einmal die Pegel der verschiedenen Flüsse, die vielerorts ein neues Rekord-Hoch verzeichneten. 

Außenminister Sigmar Gabriel wohnte der Konferenz ebenfalls bei. Da er aus der Region Goslar komme, sei er selbst Betroffener und habe sich bei einer Fahrt durch die Region selbst ein Bild von den Schäden machen können. „Ich war erschüttert, wie groß die Schäden in unserer Region sind. Teilweise wurde hier das Vermögen der Leute komplett vernichtet“, zeigt sich Gabriel betroffen. 

Man war sich einig, dass es nun darum gehe, schnellstmöglich und am besten unbürokratisch Hilfe zu leisten. 

Gabriel gab bekannt, dass neben dem Hilfsfond auch das Land Niedersachsen und das Bundesministerium Hilfemaßnahmen anbieten werden. Allein die privaten Schäden liegen im Millionenbereich. Er selbst werde die Einnahmen eines von ihm veröffentlichten Buchs spenden. 


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