40. Kettcar- und Seifenkistenrennen auf Abbenrodes Rodeweg

Abbenrode. Mit bis zu 40 Kilometern pro Stunde sausten am Sonntag wieder die Kettcar- und Seifenkisten am steilen Rodeweg hinunter. Zum 40. Mal wurde es als Highlight im Rahmen des gemeinsamen Sommerferienprogramms der Gemeinden Cremlingen und Sickte veranstaltet und zog damit wieder hunderte Familien und Schaulustige in das Elmdorf. Dieses Mal hatten sich 34 Formel-1-Piloten bei der Rennleitung angemeldet und versuchten, auf der Rennstrecke von 160 Metern beziehungsweise auf 190 Metern die beste Zeit in sieben verschiedenen Wertungsklassen zu fahren. Als Rennleiter war wieder Christian Klank in Amt und Würden, der mit Reiner Schubert und Stefan Ullmer beste Unterstützung gefunden hatte. Dieses Mal seien es zwar etwas weniger Starter gewesen, doch in jedem Fall kamen alle Teilnehmer auf der Strecke auf ihre Kosten.

 

Als Rennfahrzeuge dienten wieder die fünf gemeindeeigenen Kettcars oder selbstgebauten Seifenkisten. Letztere brachten auch Friedrich Knust, Sten Witt und Hermann Knust mit, die rund zwei Wochen an ihrem Formel-1-Rennauto bauten. Jannes Beese schraubte hingegen zwei Monate an seinem Flitzer und baute auch einen Showeffekt ein (Foto).
Der Initiator vor 40 Jahren, Günter Richtsteig, schaute auch mit seiner Familie vorbei und erinnerte sich noch gut daran, wie zu seiner aktiven Zeit die Rennmaschinen in Kellern und Garagen gebaut wurden. „Die selbstgebauten Seifenkisten geben ordentlich Gas“, scherzte er am Pistenrand. Für ordentliche Scherze waren auch wieder Michael Ullmer und Marcus Jänsch in ihrer selbsternannten „Bayernkurve“ engagiert, die nach wie vor ein unschlagbares Team bei Moderation und Musikeinlage bilden. Mit hunderten Witzen brachten sie die Zuschauer zum Schmunzeln: „Wenn Ihr heute auf der Rennbahn einen steilen Zahn seht, ist das besser, als gar kein Gebiss“ oder „Auch heiße Miezen haben kalte Füße.“ 

Großes Vergnügen hatten deshalb auch die unzähligen Zuschauer, die das Geschehen entlang der Rennpiste an den kleinen Heuballen verfolgten und die Kinder lautstark anfeuerten. Den Sechs- bis 15-Jährigen war dabei die gute Laune nur anzusehen. Einige Anwohner am Rodeweg nutzten die VIP-Loge direkt vor der Haustür und stellten Stühle oder Bänke an die Hofeinfahrt. Für den reibungslosen Ablauf sorgte wie in den vergangenen vier Jahrzehnten wieder die örtliche Feuerwehr, für dessen Engagement sich auch Gemeindebürgermeister Detlef Kaatz und Ortsbürgermeister Bernhard Brockmann bei der Siegerehrung bedankten. 

Die Sieger im Kettcarrennen: Hevin Tarek Farok gewann in der Altersstufe Sechs- bis Achtjährige mit 22,9 Sekunden. Samuel Tramer gewann in der Altersstufe Neun- bis Zehnjährige mit 24,00 Sekunden. Fynn Liebig gewann in der Altersstufe Elf- bis Zwölfjährige mit 23,8 Sekunden. Mathias Lagosky gewann in der Altersstufe 13- 15-Jährige mit 23,7 Sekunden. Die Sieger im Seifenkistenrennen: Pelle Albrecht gewann in der Altersstufe Sechs- bis Achtjährige mit 22,1 Sekunden. Hermann Knust gewann in der Altersstufe Neun- bis Elfjährige mit 21,9 Sekunden. Jakob Schröter gewann in der Altersstufe 13- 15-Jährige mit 21,9 Sekunden. Für die besten Zeiten konnten Jakob Schröter, Pelle Albrecht, Mathias Lagosky und Hevin Tarek Farok auch Wanderpokale mit nach Hause nehmen. Alle Teilnehmer erhielten zudem von der Rennleitung eine Urkunde und Medaille überreicht. Das 41. Rennen findet im kommenden Jahr wieder traditionell am letzen Sonntag der Sommerferien statt.

mk


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