Die „Wühlmäuse“ wussten sich zu helfen. Weil kein Wind wehte, machten sie sich ihn durch schnelles Laufen selbst.

Flaute beim Drachenfest der „Wühlmäuse“

Zum 14. Mal fand am Sonntag auf dem Osterfeuerplatz das Drachenfest der Destedter Kita „Die Wühlmäuse“ statt. Obwohl sich der Herbst mit windstillem Nieselregenwetter von seiner eher unkooperativen Seite zeigte, schafften es die Kinder trotzdem, ihre Drachen zum Fliegen zu bringen.

Schon im Vorfeld liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die Kindergartenkinder der Oben- und Untengruppe sowie die Hortkinder der „Wühlmäuse“ bastelten emsig über 250 bunte Drachen als Einladungskarten, die in den Kitas und der Grundschule Destedt verteilt wurden. Engagierte Eltern backten Kuchen, rührten Salate an und bauten am Sonntagmorgen gemeinsam mit Kita-Leiter Rainer Brendemühl Essensbänke, Grill- und Kuchenstände auf. Für die Kinder wurde dazu noch ein Schminkstudio eingerichtet und ein Drachenbasar, bei dem für Spätentschlossene noch Einsteigerdrachen und Lenkdrachen zum Selbstkostenpreis erstanden werden konnten.

Nieselregen und fehlender Wind sorgten dann jedoch zunächst vor allem bei den Kindern für lange Gesichter, als sie feststellten, dass ihre Drachen einfach nicht fliegen wollten. Doch nach leckerem Essen, nach Toben und Purzeln im nassen Gras und mit Spiderman- oder Schmetterlingsschminke  im Gesicht fassten sie einen Entschluss: „Dann machen wir den Wind eben selbst!“ Unermüdlich rannten die Kinder fortan den Hügel hinunter und gleich darauf wieder hinauf. Sie halfen sich gegenseitig und auch die ganz kleinen Wühlmäuse schafften es so unter lautem Jubel der Eltern, zumindest für kurze Zeit, ihre  Schmetterlinge, Piraten, Fledermäuse und auch die klassischen  viereckigen Drachen zum Segeln zu bringen.  

Die großen Wühlmäuse lernten vor allem eines: Drachenfeste gehören selbst bei widrigsten Bedingungen nicht abgesagt und noch etwas war diesmal anders: Diesmal zeigten die Kinder ihren Eltern, wie man den Drachen richtig steigen lässt.


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