Sturmtief „Xavier“ hinterließ innerhalb kurzer Zeit massive Schäden in Wolfenbüttel.

Sturm „Xavier“ kam schnell und sehr heftig

Nach dem Sturm am Donnerstag stand und steht nun das Aufräumen im Mittelpunkt.

Soweit eine Gefahr für die Öffentliche Sicherheit vorliegt, wurden diese – soweit es möglich war – umgehend beseitigt. Bereiche, die von den SBW-Mitarbeitern aufgrund der Vielzahl an Schäden noch nicht gesichert werden konnten, wurden entsprechend abgesperrt; dies betraf vor allem Teile des Stadtgrabens und der Parkanlagen.

Die Stadtverwaltung betont ausdrücklich, dass die SBW nicht in der Lage sein wird, die zum Teil massiven Schäden an Bäumen und (Groß-)Sträuchern vollständig vor dem Wochenende zu beseitigen. Insofern wird die Bevölkerung nach wie vor um besondere Vorsicht und Achtsamkeit gebeten.

Gleiches gilt für den Hauptfriedhof an der Lindener Straße. Dort sind durch den Sturm teilweise Bäume umgeknickt und große Äste herausgebrochen, deren Beseitigung sich voraussichtlich noch bis in die kommende Woche erstrecken wird. Auch hier werden die Bürger gebeten, nach Möglichkeit von Friedhofsbesuchen am Wochenende abzusehen.

Auch die Feuerwehr war ständig im Einsatz: Nach dem der Wind am Donnerstag in den Mittagsstunden zugelegt hatte, fuhren die Stadtfeuerwehren von 13.44 Uhr an erste Einsätze. In Atzum an der Straße "Am Schlickerberg" wurde ein umgestürzter Baum gemeldet, wenige Minuten später gegen 13.50 Uhr kam der Alarm für die Feuerwehr Wolfenbüttel: An der Friedrich-Ebert-Straße waren mehrere Wahlplakate umgefallen. Noch während dieser Phase ereilte die Kräfte ein Hilferuf von der Schweigerstraße: Dort drohte eine Beschriftung von einer Fassade abzureißen und auf den Parkplatz zu fliegen. Auch hier kamen Feuerwehrleute zum Einsatz. Um 14.12 Uhr löste die Brandmeldeanlage der "Ostfalia" an der Salzdahlumer Straße aus. Und die Integrierte Regionalleitstelle (IRLS) hatte noch weitere Einsätze, so dass um 14.19 Uhr Vollalarm für die Feuerwehr Wolfenbüttel und später für alle Stadtwehren ausgegeben wurde. Dramatische Minuten an der Rubensstraße folgten, kam doch die Meldung, dass ein Baum auf ein Auto gestürzt und jemand eingeklemmt sei. Die bereits für einen anderen Einsatz alarmierte Feuerwehr Linden fuhr sofort die Einsatzstelle an, es stellte sich jedoch heraus, dass die Familie mit Kind das Auto selbstständig verlassen konnte. Sicherheitshalber wurde ein Rettungswagen (RTW) verständigt. Diverse Einsatzstellen folgten in den nächsten Minuten – rund 70 Einsätze galt es bis 17.30 Uhr abzuarbeiten. Rund 170 Feuerwehrleute aus allen Ortsfeuerwehren waren am Einsatz beteiligt. 

Der Sturm sorgte für Schäden in fast allen Ortsteilen und der Stadt. Unter anderem in der Königsberger Straße, Birkenweg, Fritz-Reuter-Weg, Goslarsche Straße, Bahnhofstraße, Hoffmann-von-Fallersleben- Straße, Lessingstraße, Schlossplatz und Rosenwall; Groß Stöckheim war besonders im Bereich Am Bache betroffen. Der Stadtgraben und die Wallanlagen wurden gesperrt, drohten doch immer wieder Äste herabzustürzen. Nach 17.30 Uhr galt es, noch zu weiteren Einsätzen auszurücken, zumeist umgestürzte Bäume oder lose Teile an Gebäuden. Ab etwa 21.30 Uhr kehrte spürbar Ruhe ein, denn dann kamen keine weiteren Einsätze mehr an diesem Donnerstag hinzu.

Am Freitag kam lediglich ein Einsatz mit der Drehleiter am alten Kornspeicher hinzu. Dort galt es, Sicherungen am Dach vorzunehmen, damit der Verkehr wieder gefahrlos am Schlossplatz fahren konnte. 


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