Die Darsteller ließen sich vom Publikum feiern (von links): Simone Wiggert, Marlis Franke, Erich Wiggert, René Arndt, Silke Remusch, Michael Leibeling, Regina Wichmann und Harald Koch.

Begeisternde Premiere der Weddeler Theatergruppe am Freitag

Seit vielen Jahren bietet die Theatergruppe des Weddeler Heimatvereins ihrem Publikum, das aus der gesamten Region weit über die Ortsgrenze hinaus kommt, Unterhaltung vom Feinsten.

Zu den Highlights aus der Vergangenheit zählen beispielsweise „Hand aufs Herz“, „Der Zaubertrank“, „My Fair Lady“ und zuletzt „Tratsch im Treppenhaus“. All diese Theaterinszenierungen kamen beim Publikum bestens an und bleiben lange im Gedächtnis.

In diesem Jahr wird „Otello darf nicht platzen“ von Ken Ludwig gespielt. Die Premiere am Freitagabend kam sensationell an! Es gab viel Applaus und viele Lacher.

In dem Stück geht es um Folgendes: Eine Kleinstadt befindet sich im Tito-Merelli-Fieber! Der weltberühmte Opernstar hat ein Gastspiel als „Otello“ zugesagt.

Max, Assistent der Theaterleitung und leidenschaftlicher Amateursänger, wartet mit seiner Freundin Maggie seit Stunden in der Hotelsuite auf den Tenor. Der Operndirektor befürchtet das Schlimmste. Endlich erscheint Merelli mit seiner Frau, und Maggie versteckt sich im Badezimmer. Merelli weigert sich, an der Generalprobe teilzunehmen. Er fühlt sich unwohl, weil er zu viel gegessen und getrunken hat. Da Maggies Versteck zum häufig frequentierten Ort wird, flüchtet sie in den Wandschrank. Dort wird sie von Merellis eifersüchtiger Gattin entdeckt, die tobend abrauscht, nicht ohne einen dramatischen Abschiedsbrief zu hinterlassen.

Im Auftrag des Operndirektors soll Max auf den Star aufpassen. Die beiden Männer freunden sich an, trinken ein bisschen zusammen, und Tito gibt Max eine Gesangsstunde. Als Tito entdeckt, dass ihn seine Frau verlassen hat, will er sich aus Verzweiflung umbringen. Vollgepumpt mit Medikamenten, sinkt der Weltklassetenor in einen Tiefschlaf.

Vergeblich versucht Max, ihn vor der Vorstellung zu wecken. Da entdeckt er den Abschiedsbrief und ein leeres Pillenröhrchen auf dem Nachttisch. Max glaubt, dass der Brief von Tito sei und vermutet einen Selbstmordversuch. Aber „Otello“ darf nicht platzen und so überredet der verzweifelte Intendant des Theaters Max, die Rolle zu übernehmen.

Kaum ist der falsche „Otello“ in Kostüm und Maske in Richtung Bühne unterwegs, erweist sich auch der Heldentenor wieder als quicklebendig und möchte partout seinen Part singen …

Also eine typische Komödie: eine Herausforderung fürs Ensemble – ein Riesenspaß fürs Publikum. Das war bei der Premierenvorstellung in der Erich-Kästner-Schule deutlich zu spüren. Die Darsteller bewältigten ihre Aufgabe hervorragend und die Zuschauer waren begeistert und dankten mit stehenden Ovationen.

Weitere Vorstellungen finden am 7., 8., 10., 13. und 14. Oktober statt. Es gibt nur noch wenige Karten an der Abendkasse. 

Besetzung: Max: Rene Arndt; Maggie: Silke Remusch; Saunders: Michael Leibeling; Tito Merelli: Erich Wiggert; Maria: Marlies Franke; Page: Harald Koch; Diana: Regina Wichmann; Julia: Simone Wiggert.

Souffleuse: Helga Schulz; Bühne, Licht- und Tontechnik Heinz Stolle, Hans-Jürgen Möhring, Dieter Enzenbach; Leitung: Heinz Stolle.


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