Theresa Barsch (Repräsentantin DSD), stellvertretender Schulleiter Stefan Ullrich-Kleiner, Studiendirektor Thomas Meyer und Lehrerin Dörte Kampani mit dem Schild „Partner des Lebens“ mit Schülern der Pflegeassistenz-Klasse PFAS 16.

Carl Gotthard Langhans Schule und Deutsche Stammzellspender Datei kooperieren

Unter acht Milliarden Menschen, die auf dieser Erde leben, sind 32 Millionen eine ziemlich geringe Zahl. In Prozent ausgedrückt: 0,05. Diese 32 Millionen, das steht fest, sind viel zu wenig. Es müssen mehr werden. Mehr Stammzellenspender. Die Carl Gotthard Langhans Schule (CGLS) Wolfenbüttel macht in Kooperation mit der Deutschen Stammzellspender Datei (DSD) im kommenden Jahr bei einer Typisierungsaktion im Rahmen des Blutspende-Tages mit.

Es ist ein guter Ort, Gutes zu tun. „In der Schule können wir viele Manschen typisieren“, freut sich DSD-Repräsentatin Theresa Barsch über die Zusammenarbeit. Schüler (aber auch Lehrer) werden möglicherweise zu Lebensrettern, ihre freiwillige Spende, nach Einverständnis, summiert die 32 Millionen weltweit auf. 

Bei Leukämie ist eine Stammzellentransplantation, für die Spender in Frage kämen, oftmals die einzige Chance auf Leben. Die Schwierigkeit besteht darin, den genetischen Zwilling zu finden. Es gibt Billionen an Möglichkeiten – und das Problem, dass jeden Tag allein in Deutschland 30 Menschen an Blutkrebs erkranken. Nur etwa 30 Prozent der Patienten finden einen Spender. 

Die Wolfenbütteler Schule will helfen, dass Menschen die Chance auf Hilfe haben. Die DSD kooperiert mit mehreren Schulen und nahm 1500 Spenden für die Datei auf. Die Fäden laufen übrigens in Ulm zusammen, in einer Datenbank werden genetische Zwillinge gefunden und der Spender folglich angeschrieben für eine mögliche Feintypisierung – und der Spende. 

Barsch selbst war 2014 Spen-derin, nachdem sie sich fünf Jahre zuvor typisieren ließ. Die Stammzellenspende wird bis zum Spendetag am 19. Februar ein (Unterrichts-)Thema sein, es gibt Workshops, Barsch wird referieren. Die Pflege- und Hauswirtschaftsklasse bereiten den Aktionstag vor. Die Schule mit dem neuen Titel „Partner fürs Lebens“ wird am Aktionstag vom Deutschen Roten Kreuz und der DSD unterstützt.  Die Typisierung kann auch unabhängig von der Blutspende mittels zweier Wattestäbchen vorgenommen werden. Die Deutschen sind übrigens die fleißigsten Spender – 63 Prozent der Daten weltweit kommen aus Deutschland. „Wir können stolz auf uns sein“, sagt Barsch. Doch auch das macht die 32 Millionen nicht größer. 

Da der DSD ein gemeinnütziger Verein ist, lebt er selbst von monetären Spenden – denn eine Typisierung bei Blutprobe kostet 50 Euro, welche die Schüler freilich nicht tragen sollen.


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