Vertreter der Wolfenbütteler Service-Clubs in der Grundschule Karlstraße mit Schulleiterin Britta Siebert (4. von rechts) und den beiden Hamburger Schauspielern Marcella Ruscigno und Thomas Lindhout (vorn).

Theaterstück zur Gewaltprävention wieder in Grundschulen

Nach dem großen Erfolg in den Vorjahren ließen die sieben Wolfenbütteler Service-Clubs erneut das Theaterstück „Geheimsache Igel“ in den Wolfenbütteler Grundschulen aufführen.

Im Vorfeld waren alle Schulen angesprochen worden, mit ihren dritten Klassen an den Aufführungen teilzunehmen. Dem Aufruf folgten diesmal wieder die Grundschule Wilhelm-Busch, die Grundschule Karlstraße, die Grundschule am Geitelplatz sowie die Grundschule Salzdahlum und die Schule am Teichgarten.

Mit dem Stück gegen Gewalt, das jetzt im vierten Jahr in Wolfenbüttel aufgeführt wurde, konnten die Kinder spielerisch lernen, Versuchungen zu widerstehen und Nein zu sagen. 

Die beiden Schauspieler Marcella Ruscigno und Thomas Lindhout zeigten den zehn teilnehmenden dritten Klassen in neun Vorstellungen an drei Tagen, dass der „blaue Mann“ als Versucher nur Böses will und dass es falsch ist, über das angebliche Geheimnis nicht zu sprechen. 

Gewalt, insbesondere sexuelle Gewalt gegen Kinder, gehört zu den schlimmsten Verbrechen. Häufig findet sie im familiären oder sozialen Umfeld statt. Kinder müssen wissen, dass niemand sie sexuell missbrauchen darf und sie ein Recht auf Hilfe haben. 

Mit dem Projekt sollen Kinder für die Wahrnehmung eigener Grenzen sensibilisiert und ermutigt werden, Nein zu sagen. 

Laut Initiator Olaf Krätke lernen die Kinder, im Rahmen eines Theaterstücks, auf kindgerechte, spannende und humorvolle Weise, wie wichtig es ist, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und sie klar zu vermitteln. Sie werden ermutigt, Grenzen zu setzen, und lernen, die Bedürfnisse anderer und deren Grenzsetzung zu respektieren. 

Nach jeder Aufführung, in die die begeisterten Kinder eindrucksvoll integriert werden, werden die wesentlichen Punkte mit den Kindern noch einmal besprochen. Das bewährte Stück von Olaf Kräfke, das im nächsten Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert, wird bundesweit von verschiedenen Ensembles aufgeführt. Das Schauspieler-Duo, das in den letzten Tagen vor Ort in Wolfenbüttel war,  kommt aus Hamburg und agiert im gesamten norddeutschen Raum. 

Das Besondere: Die Schauspieler gehen je nach Reaktion der Schüler und auch je nach Entwicklungsstand auf diese ein und passen ihr Spiel individuell an.

Alle Vorstellungen wurden erneut von den Wolfenbütteler Service Clubs finanziert. So teilen sich der Kiwanis Club Wolfenbüttel e.V., Ladies‘ Circle 26 Wolfenbüttel, Lions Club Wolfenbüttel, Lions Club Wolfenbüttel Herzog August, Rotary Club Salzgitter-Wolfenbüttel, Rotary Club Salzgitter-Wolfenbüttel Vorharz und Round Table 112 Wolfenbüttel/Salzgitter die Kosten. Die Clubs führen schon seit einiger Zeit gemeinsame Aktionen mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendarbeit durch. 

Die Schulen danken den Service-Clubs für ihr Engagement, da solche überaus wichtigen Darbietungen mit großer Wirkung außerhalb des Lehrplanes ohne finanzielle Unterstützung nicht möglich wären. Erwähnt sei noch, dass die ganze Aktion auf Initiative der Clubs durchgeführt wird. Der Erfolg zeigt den Clubs, dass es sich lohnt, das Projekt auch weiterhin fortzusetzen. „Natürlich würden wir uns freuen, wenn dann auch noch weitere Schulen teilnehmen würden“, so die Vertreter der Clubs abschließend. 


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