Die Kinder der Kita Ohezwerge führten das Martinsspiel vor. Nele (stehend, dritte von links) spielte dabei den heiligen Sankt Martin von Tours. In einer barmherzigen Tat teilte er der Geschichte nach seinen Mantel mit dem Schwert und gab eine Hälfte einem Bettler.

Kirche, Kita und Feuerwehr veranstalteten Laternenfest

Es war nass, kalt und windig – richtiges Schietwetter, wie der Norddeutsche sagt. Die Kleidung war dem Vorhaben am Freitagabend mit dicken Jacken und Gummistiefeln entsprechend angepasst.

Und trotz des Regens war das Interesse beim Laternenfest groß. Die Reihen in der St.-Remigius-Kirche waren bei der Kurzandacht sehr gut gefüllt. In Gedenken an den heiligen Sankt Martin von Tours begrüßte Pastorin Angelika Meiners die Kinder und Eltern zu der Veranstaltung. Glück hatten auch alle, denn „fast hätte der Umzug abgesagt werden müssen“, sagte Meiners. Nur wenige Minuten vor Beginn ließ der Starkregen nach. Die Kinder konnten deshalb das Startsignal zum Umzug kaum erwarten. Doch zunächst wurden in der Kirche natürlich einige Laternenlieder angestimmt, die das Akkordeon-Jugend-Orchester aus Destedt begleitete.

Ganz aufgeregt schienen auch die Kinder der Kita Ohezwerge mit ihrer Leiterin Anke Niehus. Sie hatten zusammen mit den anderen Erzieherinnen ein kleines Martins-Schauspiel vorbereitet. Voller Tatendrang führten sie die Darbietung vor dem Altar auf. Dabei durfte Nele das Martinskind spielen. Nach einem Gebet der Kinder und dem Gottes Segen von Pastorin Meiners wurden anschließend die Laternen zum Leuchten gebracht. „Viele davon wurden in den vergangenen Wochen in der Kita gebastelt“, erzählte Anke Niehus während des Gottesdienstes. Mit Liederzetteln als besonderen Service zog es Kinder, Eltern und Großeltern durch die Veltheimer Straßen. Viele von ihnen bewiesen aber auch bei den fröhlichen Liedern die Textsicherheit und sangen auswendig mit. Jugendfeuerwehrwart Sven Lupp verabredete sich ebenfalls mit seinen Nachwuchsbrandschützern, sodass sich eine lange Schlange bildete. Und die älteren Kameraden sicherten natürlich die Straßen.

Abschluss der Veranstaltung war schließlich am Dorfgemeinschaftshaus, wo sich Jung und Alt wieder von den kalten Temperaturen aufwärmen konnten. Dort warteten auch schon die nächsten Leckereien. Die Kita-Mitarbeiterinnen servierten fleißig Brezeln, heiße Getränke und Würstchen zur Freude aller Teilnehmer.


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