Bürgermeister Thomas Pink freute sich, dass sich zahlreiche Wolfenbüttelerinnen und Wolfenbütteler anlässlich des 79. Jahrestages der Novemberpogrome versammelt hatten.

Gedenkstunde anlässlich des Jahrestages der Novemberpogrome

Am Gedenkstein nahe der ehemaligen Synagoge fand am Donnerstag, 9. November, eine Gedenkstunde anlässlich des Jahrestages der Novemberpogrome statt.

Die Veranstaltung, die gemeinsam durch das Bündnis gegen Rechtsextremismus und die Stadt Wolfenbüttel vorbereitet wurde, begann mit der traditionellen Kranzniederlegung. Bürgermeister Thomas Pink freute sich, dass sich zahlreiche Wolfenbüttelerinnen und Wolfenbütteler anlässlich des 79. Jahrestages der Novemberpogrome versammelt hatten. Auch die aktive Teilnahme durch das Jugendparlament und Schüler der Leibniz-Realschule hob er hervor. 

Die Gedenkrede hielt SPD-Landtagsabgeordnete Dunja Kreiser. Die Gräueltaten der Nationalsozialisten in der Progromnacht 1938 seien eine gelenkte Aktion gegen den jüdischen Teil der Bevölkerung gewesen. Auch in Wolfenbüttel sei die Synagoge in der Lessingstraße von Nazis aus Braunschweig niedergebrannt worden. „Das Erinnern an die Pogromnacht und den ganzen Holocaust ist von zentraler Bedeutung. Diese Gedenkkultur muss in der Gesellschaft verankert sein, damit dieses Menschheitsverbrechen nie in Vergessenheit gerät und sich niemals wiederholt“, so Kreiser. 

Mitglieder des Wolfenbütteler Jugendparlamentes und der Leibniz-Realschule zeigten, dass sich auch die junge Generation bewusst mit der Geschichte auseinandersetzt. Das Jugendparlament beteiligte sich mit einer farbenfrohen Bannerpräsentation sowie einer Projektion zum Thema „Frieden“. Die Schüler der Leibniz-Realschule machten sich in Form von Fragen Gedanken zur Deportation von jüdischen Mitbürgern. Für den musikalischen Rahmen sorgte Musik von der Gruppe „KaleidoPhon“ aus Hannover.


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