Nach der OP wurde der Patient Teddy auf Station gebracht.

Teddysprechstunde soll Kindern die Angst vorm Krankenhaus nehmen

„Vor einem Krankenhausbesuch brauch' ich doch keine Angst zu haben, dort sind alle freundlich und wollen mir helfen, ganz schnell wieder gesund zu werden“, das dürfte in Zukunft auch die Meinung der zehn Vorschulkinder der Kindertagesstätte „Kita Alter Weg“ sein. Am Montagmorgen waren sie ins Klinikum zu der Aktion „Teddysprechstunde“ eingeladen.

In den beiden Räumen des Städtischen Klinikums wurde den Kindern in einem Rollenspiel alles zum Thema sehr ausführlich dargeboten. Die Kinder, fünf und sechs Jahre alt, hatten einen großen Einblick in den Ablauf eines Aufenthalts in einem Krankenhaus. Die Rolle des Patienten übernahm ein großer weißer Teddy.

Die Kinder durften Pflaster auf die Wunde des operierten Teddys legen, sich mit der erforderlichen Operationskleidung für den OP fertigmachen, die höhenverstellbaren Betten ausprobieren und im Rollstuhl des Krankenhauses sitzen. Am Schluss konnten sie noch im Rollstuhl im Flurbereich eine Runde drehen.

Den kleinen Kindern die Angst vor dem Krankenhaus und dem Arzt zu nehmen, stand dabei als Ziel oben an. 

32 junge Menschen absolvieren derzeit in Wolfenbüttel ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) unter der Trägerschaft des Städtischen Klinikums. Ihre Praktikumsorte sind entweder die hiesigen Kindertagesstätten oder das Krankenhaus der Stadt.Die Aktion "Teddysprechstunde" ist ein Projekt im Rahmen einer FSJ-Schulungswoche. Grundgedanke dabei ist, die Interessen und Fähigkeiten der FSJler der Wolfenbütteler Kitas und der Freiwilligen des Krankenhauses in einem gemeinsamen Projekt zu vereinen. Die enormen Potentiale beider Gruppen können so gefördert und gefordert werden. Sie dienen dabei einem wichtigen und erstrebenswerten Ziel, Kindern die Angst vor einer Behandlung im Krankenhaus zu nehmen. So können die Freiwilligen der Kindertagesstätten ihr Wissen zur altersgerechten Kommunikation, zur kindlichen Entwicklung und generell zum Umgang mit Kindern einfließen lassen. 

Die FSJler des Krankenhauses bringen wiederum ihre Kenntnisse zu Behandlungsabläufen, Untersuchungen und pflegerischen Verrichtungen ein. 

Am Schluss stand für alle fest: Das war nicht nur eine gelungene Veranstaltung, die Kinder waren auch sehr angetan von dem Erlebten, was sie sicher noch lange in Erinnerung haben werden.


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