Eine Gruppe von Sternsingern besuchte auch das „Wolfenbütteler Schaufenster“ und brachte den Segen. Schaufenster-Geschäftsführer Michael Henke (hinten, Mitte) und sein Team freuten sich sehr über den Besuch.

Gemeinsam gegen Kinderarbeit in Indien und weltweit mit der Sternsinger-Aktion

An diesem Wochenende waren wieder viele Kinder in Stadt und Landkreis sowie im ganzen Land zur Sternsinger-Aktion 2018 unterwegs und besuchten Bürger sowie Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, um ihnen den Segen Gottes zu bringen. Insgesamt 500.000 Kinder und Jugendliche beteiligten sich dieser Tage an der Aktion.

Eine Gruppe der insgesamt rund 60 Sternsinger in Wolfenbüttel besuchte auch das Team des „Wolfenbütteler Schaufenster“. Sie trugen ein Lied vor, um sich vorzustellen und berichteten von dem diesjährigen Motto „Segen bringen – Segen sein“ sowie von dem Ziel der Sternsinger-Aktion. Natürlich muss so eine tolle Aktion – die übrigens die größte Aktion von Kindern für Kinder ist – unterstützt werden. Schaufenster-Geschäftsführer Michael Henke warf hierfür einen Betrag in die Schatulle der Sternsinger. Als Dank für dieses öffentliche Zeichen gegen die Not von Kindern, trugen die Sternsinger noch ein Lied vor und schrieben die Formel 20*C+M+B+18 mit einer gesegneten Kreide an die Eingangstür. Die Formel C+B+M steht für das lateinische „Christus mansionem benedicat“ und bedeutet „Christus segne dieses Haus“, dazu kommt die jeweilige Jahreszahl. 

„Der Segen, den wir bringen, gilt allen Menschen, die in diesem Haus ein- und ausgehen und die hier arbeiten“, erklärte die Gruppe. Sie berichteten, dass jedes Jahr von den gesammelten Geldern zur Aktion Dreiköningssingen, etwa 1.600 Projekte für Not leidende Kinder in der ganzen Welt unterstützt werden können. 

In diesem Jahr richtet die Sternsinger-Aktion den Blick besonders auf Kinder, die unter ausbeuterischer Kinderarbeit leiden. Viele Kinder, auch bereits ganz kleine, müssen jeden Tag von morgens bis abends hart arbeiten. Sie knüpfen Teppiche, schleppen Steine, ackern auf Plantagen oder schuften als Hausangestellte. Sie können nicht zur Schule gehen, haben keine Zeit für Freunde und oft ist ihre Arbeit sogar richtig gefährlich. Die Kinder bekommen nur sehr wenig Lohn und werden häuftig ausgenutzt. 

Bei der diesjährigen Aktion steht Indien besonders im Vordergrund. Die Sternsinger helfen, dass die Kinder in Indien zur Schule gehen können, statt zu rbeiten. Bildung ist das Allerwichtigste, um Kinderarbeit langfristig bekämpfen zu können. Durch Bildung sind die Kinder später in der Lage, eine besser bezahlte Arbeit zu finden. 

Um Kinderarbeit zu stoppen, ist es aber auch wichtig, die Lebensbedingungen der Familien zu verbessern. Mit den Spendengeldern der Sternsinger-Aktion werden zudem Selbsthilfegruppen für Frauen unterstützt, in denen besonders Mütter neue Möglichkeiten finden, Geld zu verdienen. Wenn die Familien ein besseres Einkommen haben, sind sie nicht mehr auf das Geld ihrer Kinder angewiesen. 

In diesem Sinne heißt es auch für die Zukunft: Gemeinsam gegen Kinderarbeit in Indien und weltweit! 


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