PACE-Mitarbeiter Johann Brouer, Jennifer Ksoll, Cathrin Kuffner und Rebecca Maschke stehen den Jugendlichen beratend zur Seite.

Jugendberufshilfe Pro-Aktiv-Center bietet Hilfe für junge Menschen

Hilfen für junge Menschen, die keine Arbeit finden – das bietet das Pro-Aktiv-Center (PACE) des Caritasverbandes.

Zielgruppe des PACE sind auf dem Arbeitsmarkt benachteiligte junge Menschen bis zu einem Alter von 27 Jahren. Die Jugendlichen können sich duch das PACE beraten und unterstützen lassen, um den Einstieg in ein eigenständiges Leben zu bewältigen. Dafür arbeitet das PACE eng mit verschiedenen Anlaufstellen und Organisationen wie Schulen, Schulsozialarbeiter oder dem Jugendamt zusammen. 

2017 wurde das Team von zwei auf jetzt vier Mitarbeiter aufgestockt, so dass ein verbessertes Angebot für die Jugendlichen mit zusätzlichen Anlaufstellen in Schladen und Schöppenstadt entstand. Die Aufstockung wurde aus kommunalen und Landesmittel finanziert. 

„Jugendliche, die noch keinen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz gefunden haben, wissen oft nicht, wie es beruflich weitergehen soll. Aber auch viele Jugendliche, die bereits eine Ausbildung oder Berufsvorbereitung abgebrochen haben, suchen Hilfe bei der Entscheidung für eine berufliche oder schulische Qualifizierung“, erläutert Andreas Pilz, Geschäftsführer des Caritasverbandes. 

Natürlich habe man auch auch für persönliche Fragen jederzeit ein offenes Ohr, ergänzen die PACE-Mitarbeiter Cathrin Kuffner, Jennifer Ksoll, Rebecca Maschke und Johann Brouer, die das neue vierköpfige Berater-Team bilden. Manchmal hat man das Gefühl, es wächst einem alles über den Kopf.

„Wir helfen den Jugendlichen Ihre Probleme zu ordnen und überlegen Schritt für Schritt, wie sie am schnellsten zu lösen sind. Wir unterstützen sie ganz praktisch dabei, ihre Pläne in die Tat umzusetzen“, so das Team. 

Dabei berate und begleite man die Jugendlichen auf dem Weg in Ausbildung und Arbeit. Es werde  besprochen, in welchen Bereichen Chancen für sie liegen aber man schreibe mit den Jugendlichen auch Bewerbungen und bereite sie auf Vorstellungsgespräche vor, erläutern die Berater. 

„Natürlich helfen wir auch die entsprechenden Kontakte herzustellen. Ob zum Jobcenter, zur Arbeitsagentur, zum Jugendamt, zu Betrieben, zu Schulen oder Jugendwerkstätten, wir begleiten sie bei Bedarf auch dorthin“, macht Rebecca Maschke deutlich. „Und nicht nur das, wir informieren natürlich auch über Wege zum Schulabschluss und anderen Qualifizierungsmöglichkeiten“, ergänzt Jennifer Ksoll. 

Man bleibe darüber hinaus auch Ansprechpartner, wenn die Jugendlichen den beruflichen Einstieg gefunden haben, berate zum Beispiel über finanzielle Hilfen und unterstütze dabei entsprechende Anträge zu stellen, erzählt Johann Brouer. 

„Das wichtigste ist, die Jugendlichen zu stabilisieren und sie für den weiteren Weg vorzubereiten bzw. sie hier unterstützend zu begleiten“, berichtet Cathrin Kuffner. Es werden auch Problemlösungen für Suchtproblematiken, psychische Probleme, Streit mit den Eltern oder beispielsweise Schuldenanhäufung erarbeitet. Hier arbeite man ganzheitlich, da diese Problemlösungen Vorraussetzung seien, dass die Jugendlichen später den Weg aus der Arbeitslosigkeit beschreiten, erklärt Maschke. 

„Es besteht auch die Möglichkeit bei Bedarf Vor-Ort-Termine zu vereinbaren. Wir erarbeiten immer individuell auf den Jugendlichen zugeschnittenen Lösungsansätze. Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass wir eine Schweigepflicht haben, so können die Jugendlichen uns immer vertrauen bzw. uns alles anvertrauen. Wir sind daher oft Vertrauensperson und teilweise sogar eine Art Elternersatz. Das alles funktioniert aber auch nur über Beziehungsarbeit“, ergänzt Brouer. 

In Wolfenbüttel findet die Beratung zu den Geschäftzeiten des Pro-Aktiv-Centers in der Krummen Straße 56,  montags, dienstags, mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 15 bis 17 Uhr statt. Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat ab 15 Uhr findet eine Beratung im Jugendfreizeitzentrum in Schöppenstedt statt. 

In Schladen haben Jugendliche die Möglichkeit 14-tägig donnerstags von 9.30 bis 11.30 Uhr die Beratung im „Treff D25“ Am Damm in Anspruch zu nehmen. Außerdem können Gespräche auch außerhalb der Sprechzeiten nach telefonischer Absprache vereinbart werden. 

Für die Zukunft überlege man, das PACE mit weiteren Standorten wie zum Beispiel in Salzgitter Baddeckenstedt oder Cremlingen/Sickte auszubauen, denn es gebe zahlreiche Jugendliche, die die Hilfe von PACE benötigen. Allein im letzten Jahr habe man mehr als 100 Jugendliche betreut, so das Team abschließend. 


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