Freude pur beim Organisationsteam. Sie sind mit dem gesamten Turnierverlauf und der Party zufrieden (v.l.): Sascha Lerch, Daniel Seidel, Kim Smith, Erik Scheunemann, Fabian Siodla, David Kersten, Sebastian Groh und in der Waagerechten Julian Siodla.

Fußballer feierten ihren Cup-Sieger

Was für ein Hammerturnier! Auf das, was in der Region geschaffen wurde, können alle Fußballfans unheimlich stolz sein. Ein sportliches Event, das einen Höhepunkt nach dem anderen hatte. Gemeint ist das Turnier um den Wolters Elm-Asse-Cup, dessen Finale am Sonnabend ausgespielt wurde.

Spannung, Nervenkitzel und Emotionen, die teilweise hochkochten, waren an allen drei Spieltagen zu sehen. Der MTV Dettum richtete in der Sickter Turnhalle zum sechsten Mal die hart umkämpften Partien aus. 14 Teams zeigten intensive Zweikämpfe, tolle Kombinationen aus kurzen und schnellen Pässen, bühnenreife Treffer in den eckigen Kasten, aber auch krachende Pfostenschüsse. Die Zuschauer folgten mit viel Applaus und Jubel. Im Finale traf der Titelverteidiger aus Schöppenstedt gegen die SG Roklum/Winnigstedt aufeinander. Dabei ging die Spielgemeinschaft mit 5:0 hochverdient als klarer Sieger hervor. Dies wurde am Abend mit allen Teams in Dettum im Beeke Hus kräftig gefeiert. Dort wurden auch weitere Auszeichnungen vergeben. Torschützenkönig wurde Luis Behre aus Sickte mit neun Toren, bester Torwart war Denny Röder aus Schöppenstedt.

Die beiden Turnierleiter David Kersten und Julian Siodla sorgten auch bei der Party für erstklassige Stimmung. Über 100 Fußballer feierten dort gemeinsam ihren Cup-Sieger. DJ Galaxy war mit seiner Plattenkiste und bunten Partylichtern mit dabei. Mit seinen Songs hatte er den Publikumsgeschmack genau getroffen. Keiner hielt es lange auf den Stühlen aus. Die Tanzfläche war schnell gefüllt. Von den ersten Tönen an zogen die Pärchen ihre Kreise. Viele stießen auf ihre wohlverdienten Tore und Tabellenpunkte an oder fachsimpelten über dieses und jenes. Für die Fußballfreundschaften spreche auch, dass die Schöppenstedter mitfeierten, obwohl sie in letzter Minute den Kürzeren im Turnier zogen und den Pokalschuh nicht in die Eulenspiegelstadt mitnehmen konnten. 

Julian Siodla war am späten Abend auch ganz aus dem Häuschen. „Die Leute wollen feiern und Fußballspielen. Ich bin so stolz darauf, dass wir das Turnier ausrichten dürfen“, zeigte er sich sichtlich gerührt. „Wir sind dafür sehr dankbar“, sagte der frischgebackene Papa einer vier Wochen alten Tochter. Angefangen hatte alles 2012. „Schlachter Axel Römmling aus Evessen hatte die Turnieridee“, erinnerte sich David Kersten. Er und Siodla griffen den Gedanken schließlich auf und verwandelten ihn in das, was zum festen Bestandteil im Landkreis geworden ist. „Man hat gemerkt, dass es bei den Leuten überall zum Schluss kribbelte“, meinte Siodla. Doch das Preisgeld von 600 Euro aus den Einnahmen stehe gar nicht im Vordergrund. „Vielmehr die Freundschaften, der gemeinsame Spaß und die Leidenschaft machen den Elm-Asse-Cup aus“, fügte Siodla an und war den Tränen nahe. 

Beide hatten das Event seit September geplant, Sponsoren und Mannschaften gesucht. „Ab dann steigt hier bei allen das Fußballfieber aufs Neue“, schloss sich auch Kersten der Meinung an. Für beide war auch die Besucherzahl am Sonnabend mit weit über 300 Zuschauern ein gelungenes Zeichen ihrer Arbeit. „Wir haben hier etwas ganz Großes geschaffen“, sagten beide stolz und stießen mit einem kühlen Blonden an. Dankbar sind sie dem großen Helferteam, das hinter ihnen stehe. Viele packten mit an, schmierten Brötchen, hängten Banner auf oder brachten sich anders ein. Schon jetzt freuen sich beide aufs nächste Turnier, denn die siebte Auflage wird es in jedem Fall geben, kündigten sie schon jetzt an. Vorfreude pur!


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