Hier galt es, einen Gehweg passierbar zu machen.

Feuerwehren leisteten Großartiges nach Sturm Friederike!

Eins gleich vorweg: Die Wolfenbütteler Feuerwehren haben ein riesengroßes Lob verdient und dieses sprechen wir ihnen hiermit auch öffentlich aus: Als Sturmtief „Friederike“ mit Orkanböen durch die Stadt fegte, waren sie da und leisteten Großartiges für ihre Mitbürger. Einmal mehr gilt es, ihnen für ihren ehrenamtlichen Einsatz ein herzliches Dankeschön im Namen aller Wolfenbütteler auszuprechen.

Kurz vor 14 Uhr ging es am vergangenen Donnerstag in Wolfenbüttel los. Der angekündigte Orkan „Friederike“ hatte Wolfenbüttel erreicht. Die Örtliche Einsatzleitung besetzte den Funkraum in der Wolfenbütteler Wache, um mögliche Sturmeinsätze von der Leitstelle entgegenzunehmen.

Mit zunehmendem Wind nahmen auch die Einsätze für die Wolfenbütteler Feuerwehren rasant zu. In den ersten 45 Minuten gingen diese im wahrsten Sinne des Wortes im Minutentakt ein. Umgefallene Bäume, herabfallende Ziegel, umherfliegende Verkehrszeichen oder aufgrund des Sturmes ausgelöste Brandmeldeanlagen – die Aufgaben waren vielfältig und wurden nach Priorität abgearbeitet. Es sollte nachvollziehbar sein, dass neuralgische Punkte zuerst freigemacht werden mussten oder Absperrungen an Gefahrenstellen Vorrang hatten.

Aufgrund des hohen Einsatzaufkommens wurden kurz vor 16 Uhr die Feuerwehrgerätehäuser aller Ortswehren Wolfenbüttels besetzt – der sogenannte Vollalarm wurde ausgelöst. Herabfallende Dachziegel sorgten dafür, dass auch einige Straßen oder Gehwege gesperrt werden mussten (zum Beispiel im Bereich des Kornspeichers oder im Bereich des Harztorwalls). Auch der Durchgang durch den Seeligerpark wurde gesperrt.

Das Einsatzaufkommen in Wolfenbüttel blieb über mehrere Stunden sehr hoch. Zahlreiche umgeknickte Bäume ließen die Kettensägen im Dauerbetrieb laufen. Ob im Stadtgebiet oder auf der Autobahn – die Einsatzstellen forderten die freiwilligen Helfer. Unter anderem musste auch die Zufahrt des Klinikums von einem Baum geräumt werden.

Nach rund 100 Einsätzen (65 im Stadtgebiet) wurde es gegen 19 Uhr langsam ruhiger. Die zirka 225 eingesetzten Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt und Ortsteile arbeiteten die eingegangenen Aufträge ab. In der Nacht blieb es ruhig, die stürmische „Friederike“ hatte keine Überraschungen mehr zu bieten.

Dafür galt es am Freitag noch einige im Tageslicht sichtbar gewordene Schäden zu beheben. An der Zufahrt zur Notaufnahme des Klinikums stand zum Beispiel ein Baum in gefährlicher Schräglage, zum Einsatz kam die Drehleiter, um die Gefahr des Herabfallens zu beseitigen.

„Etwa 100 Einsätze an einem halben Tag: Das war für die Freiwilligen Feuerwehren in Wolfenbüttel ein hartes Stück Arbeit – aber kein unbezwingbares. Die über 200 eingesetzten Kameradinnen und Kameraden unserer elf Ortsfeuerwehren haben professionell und Hand in Hand zusammengearbeitet und die Sturmschäden, die von der Örtlichen Einsatzleitung in der Feuerwache Wolfenbüttel gesammelt, priorisiert und koordiniert wurden, mit viel Motivation und vor allem viel Schweiß abgearbeitet. Auch wenn wir bei diesem geballten Aufkommen nicht an jeder Einsatzstelle innerhalb weniger Minuten sein konnten, haben wir aber sicherlich den Menschen in der Stadt Wolfenbüttel und den Ortsteilen wieder einmal eindrucksvoll bewiesen: Wir sind für sie da. Engagiert und ehrenamtlich. Ich spreche auch im Namen meines Stellvertreters, wenn ich an dieser Stelle allen unseren Einsatzkräften unser großes Lob und vor allem Dank für die geleistete Arbeit ausspreche“, resümierte Stadtbrandmeister Olaf Glaeske. Dieser Einschätzung schloss sich auch Bürgermeister Thomas Pink an.


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