„Abbenrode Helau“, riefen diese Kinder. Der Dorfnachwuchs beteiligte sich an dem Umzug und baute einige Motivwagen. Unser Foto zeigt die Gruppe „Raupe Nimmersatt“.

Ganz Abbenrode ist an diesem Wochenende auf den Beinen

Alles anschnallen, festhalten, die Party kann beginnen. Närrischer Spaß ist an diesem Wochenende im Elmdorf angesagt. Und das mit einem Programm vom Allerfeinsten. Die Abbenröder Jecken in ihrem rot-weißen Outfit haben genug Erfahrung und bewegen schließlich Massen wie niemand sonst. Dafür müssen sie nicht ins Rheingebiet fahren.

Mehr noch: Präsident Michael Ullmer ist Karnevalist durch und durch und versteht es, andere zu begeistern. Doch gerade er fällt krankheitsbedingt aus. Ebenfalls der Vize Bernd Schmidt. „Dann nehmen wir eben die Zügel selber in die Hand“, sagte Saalmeister Hartmut Luer. „Beim Karneval muss man schließlich immer mit Überraschungen rechnen.“ Deshalb ließen sie auch alle Fünfe gerade sein und zögerten nicht lange. Los ging es gestern Vormittag mit dem Motivwagenumzug, der bereits zum zweiten Mal am Sonnabend durchs Dorf fuhr. „Die neue Regelung hat sich bewährt. Es machen wieder viel mehr Leute mit“, beschrieb Wolfgang Miethe, der fröhlich dabei war. 

Und auch leichter Schneefall hielt die Besucher nicht vom Bummeln ab – im Gegenteil. Von Frieren war schließlich auch bei den Gardemädchen in ihren kurzen Röcken keine Spur. Wer beim Karneval mit macht, müsse auch was aushalten. Von Müdigkeit darf an diesem Wochenende ohnehin nicht die Rede sein. Ein ums andere Mal schmetterte der närrische Ausruf durchs Dorf: ein dreifach donnerndes Abbenrode Helau! Mit elf Wagen fuhren die Narren durch das 500 Einwohnerdorf, angeführt durch den Zugmarschall Marvin Hagemann. „Jedes Jahr werden es mehr, so muss das sein“, freute er sich. Auch der Nachwuchs war verkleidet dabei, unter ihnen die „Raupe Nimmersatt“ und auch die Nachwuchsbrandschützer. Viele zogen ihren Wagen per Rasenmähertrecker. Einige Boxenstopps wurden auch eingelegt. So schenkte Ortsbürgermeister Bernhard Brockmann mit seiner Ehefrau Inge Brühe und Kaffee aus oder servierte Schmalzbrote und Würstchen im Brötchen. Es war ein vergnüglicher Umzug, der vielen Besuchern in bester Erinnerung bleiben wird. 

Indes dürfen die Hauptdarsteller natürlich nicht fehlen: das Kinderprinzenpaar Sofie Jänsch und Jakob Schröter sowie das große Prinzenpaar Rieke Schröter und Marwin Birke führt durchs Programm. Stets im Gepäck dabei: eine große Portion Heiterkeit. Das verbreiteten sie auch bei der anschließenden Kindermaskerade in ihrer selbsternannten „Stadthalle zu Abbenrode“ – dem DGH. Und auch dabei zeigte sich, dass es keine Nachwuchssorgen gibt. Es war ein schöner Auftritt, den die Kindergarde zum Remix „Last Unicorn“ samt Sprüngen und Räderschlagen tanzte. Die Zugabe folgte. Das Kinderprinzenpaar eröffnete: „Am Singen und Schunkeln ist heute jeder dran beteiligt ... Und wer am Aschermittwoch noch Geld hat, ist selber schuld.“ Schnell zog daraufhin auch die Partykarawane los. Am Mischpult wählte Marcus Jänsch die richtigen Titel aus. „Hier fliegen gleich die Löcher aus dem Käse ...“ klang es laut aus den Boxen. Ein großer Hit war auch die Bombonkanone, von der die Kamelle regelrecht in die Taschen der Kinder regnete. Originell war auch die Info von Ingrid Ullmer, der Ehefrau vom Präsidenten: „Michael hat Männergrippe, die ist doppelt so schlimm“, scherzte sie. 

Abends ging es dann mit dem Maskenball weiter. Und am heutigen Sonntag schließt sich nahtlos das Büttenfrühstück ab 11.11 Uhr an. Einige Restkarten seien noch vorhanden. „Schaufenster“ wird in der kommenden Woche noch einmal über den Maskenball und das Büttenfrühstück berichten.


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