Die Tür der Pilgerherberge ist geöffnet, Sitzmöglichkeiten laden zum Verweilen ein. Die beiden Vorsitzenden Ursula Ahlswede und Josef Pongratz freuen sich auf die große Einweihungsfeier am Sonnabend, 21. April um 15 Uhr.

Pilgerherberge: Feierliche Einweihung am 21. April

Der Einweihungstermin rückt näher und passend dazu bringt auch der Frühling die ersten bunten Farben auf das Grundstück am Wasserweg neben der katholischen Pfarrkirche Heilig Kreuz. Die Temperaturen in dieser Woche luden schon ein, um an der alten Linde Platz zu nehmen. Im Fenster der Pilgerherbe macht ein großes Plakat aufmerksam: „Du bist uns immer willkommen.“

Der erste Eindruck passt. Schließlich kümmern sich auch die beiden Vorsitzenden Ursula Ahlswede und Josef Pongratz mit den 50 Vereinsmitgliedern mit aller Herzlichkeit darum, dass sich alle Gäste in Veltheim wohlfühlen. Seit gut einem Jahr ist die Herberge geöffnet. 2017 kamen 132 Tagesgäste und 84 Übernachtungsgäste. Die Einweihungsfeier soll nun am Sonnabend, 21. April, groß gefeiert werden (15 Uhr). „Zur Segensfeier erwarten wir viele Gäste aus beiden Kirchen, der Gesellschaft und des politischen Lebens der gesamten Region, und natürlich viele Pilger des Braunschweiger Landes, die unsere Pilgerherberge schon kennen und schätzen“, freuten sich die beiden im Gespräch.

150 Personen könnten in der Kirche Platz nehmen. Beide schätzen, dass die Kirche bei gutem Wetter zu klein sein wird, damit alle an dem Tag im Inneren mitfeiern können. Das Interesse sei schließlich ungebrochen groß. Erst in dieser Woche rief ein 80-jähriger Hamburger an, um sich über die einzige Pilgerherberge am Braunschweiger Jakobsweg zu informieren. „An diesem Wochenende sind neun Schüler mit zwei Lehrern eines Wolfsburger Gymnasiums hier“, erzählte Ahlswede. 

Für sie sei es ein tolles Gefühl bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit, wenn auch junge Menschen den Ort aufsuchen, um vom Alltag abzuschalten. Denn auch für die jüngere Generation soll das Ambiente einladend sein. „Die Menschen sollen auf andere Gedanken kommen, Augen für die Natur öffnen“, meinte sie stolz. Wichtig ist beiden, dass jeder Gast willkommen sei, „nicht nur Christen“. Im Schlafzimmer können sich Wanderer in vier Doppelstockbetten erholen. „Fünf weitere Ma-tratzen befinden sich unter dem Dachstuhl, die für den Notfall dienen“,  zeigte er. „Duschen und Toiletten sind modern eingerichtet und auch in der Küche kann man sich wohlfühlen.“ Eine überdachte Sitzgruppe lädt im Freien zur Gemütlichkeit ein. Eine Grillmöglichkeit soll dort auch bald entstehen. Im Garten kann man die Seele baumeln lassen, in der täglich geöffneten Kapelle beten. 

Für all das wurden 184.000 Euro aufgebracht. 11.000 Euro finanzierten die Mitglieder selbst plus 24.000 Euro Eigenleistungen. „Fördergelder flossen vom Assefonds, der Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz und vom Land Niedersachsen mit EU-Fördermitteln“, so Pongratz. Auf 20 Jahre sei ein Nutzungsvertrag geschlossen worden. Für Übernachtungen bitten die Mitglieder um Spenden.  

Schließlich sei es nun höchste Eisenbahn, dies gebürtig zu feiern. Die Liturgie werden Propst Reinhard Heine (Regionaldechant Braunschweig), Pfarrer Dieter Rammler (Direktor Evangelische Akademie) sowie Pastoralreferent Martin Wrasmann (Bistum Hildesheim) halten. Landesbischof Dr. Christoph Meyns werde predigen. Die Männerschola Gregoriana (Klosterkirche Braunschweig) werde die Messe musikalisch untermalen. Im Anschluss, so die beiden, stehe die Einsegnung mit Brot und Salz bevor. Danach werde der lateinische Segensspruch „C+M+B 2018“ (Christus mansionem benedicat) über die Tür geschrieben („Christus segne dieses Haus“). 

Nach der Segnung findet die Begrüßung in der Kirche mit Grußworten der Gäste statt, unter anderem von Landrätin Christiana Steinbrügge und vom Landesbeauftragten für regionale Landesentwicklung Braunschweig, Matthias Wunderling-Weilbier. Unter dem Motto „Futter für die Seele“ wird danach zum Imbiss mit Sektempfang geladen. Anfragen zur Herberge unter: www.boxenstop-veltheim.de. 


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