Die „Sickter Löschraupen“ feiern in diesem Monat ihren zweiten Geburtstag. Die große Geburtstagsfeier soll beim nächsten Gruppendienst am Montag, 23. April, stattfinden.

„Sickter Löschraupen“ feiern 2. Geburtstag

Was für eine helle Aufregung bei den Kindern am Montagnachmittag beim Gruppendienst. Endlich durften die jüngsten Nachwuchsbrandschützer wieder ihr „cooles“ T-Shirt anziehen und zum Gerätehaus kommen.

Der erste Blick der ankommenden Kinder: Sind noch alle vier roten Autos da? Und dann war auch noch die Presse im Haus. Der Grund: Die Kinderfeuerwehr feiert in diesem Monat seinen zweiten Geburtstag. Beim nächsten Dienst am 23. April soll die Geburtstagsfeier der „Sickter Löschraupen“ stattfinden (16 bis 17.30 Uhr). Was genau, verriet das Betreuerteam indes noch nicht. „Es soll eine Überraschung werden und ist auch wetterabhängig“, sagte die Kinderfeuerwehrwartin Sandra Buchheister, die von weiteren fünf Betreuern unterstützt wird. 25 Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren gehören der Gruppe an, die auch aus Hötzum (3) und Veltheim (2) kommen. 

Beim Dienst am Montag wurde in jedem Fall das Wetter ausgenutzt. Nach dem Notieren der Anwesenheit ging‘s vor die Tür. Drei Gruppen wurden gebildet, schließlich kamen 19 Kinder. Da wurde ein dreiteiliger Löschangriff mit Gartenschläuchen aufgebaut, in der anderen Ecke wurden drei C-Schläuche am Verteiler zum Zopf geflochten und hinterm Einsatzleitwaren kuppelten die Kinder ein D-Strahlrohr am Schlauch an und passierten Leitersprossen als Hindernis. War die Gruppe durch, wurde rotiert. Keine Frage, in den eineinhalb Stunden hatten die Kinder jede Menge Spaß! 

Das bestätigten auch Vincent, Jan und Jannek, die seit der Gründung dabei sind. Jannek (10) hat seine Freude, wenn er Schläuche rollen kann. Vincent konnte sich im Gespräch noch gut an das Jubiläum in Apelnstedt erinnern, als dort im vergangenen Jahr die Kinderfeuerwehr das 10. Jubiläum feierte. „Die Dorfrallye fand ich toll“, sagte der Zehnjährige, der auch seinen Eltern stets von den Diensten erzählt. Jan (9) ist hingegen schon auf die eigene Feier gespannt. „Die Zeit vergeht voll schnell“, sagte der junge Feuerwehrmann. Er habe auch durch die Gruppe neue Freunde gefunden. Ganz „frisch“ dabei ist Angelina. Die Achtjährige schloss sich im November an und geht mit ihren beiden Brüder zum Dienst. Ihr gefällt es, wenn sie das Strahlrohr halten kann - so wie am Montag. 

Dass alles so harmonisch laufe, habe Sandra Buchheister ihrem Team mit zu verdanken. „Wir verstehen uns blind“, sagte sie überzeugend. Regelmäßig werde sich zusammengesetzt und dabei Gedanken über die nächsten Dienste ausgetauscht. „Leichter Feuerwehrdienst soll es sein. Der Spaß soll im Vordergrund stehen.“ Früchte trage die Gruppe nach der kurzen Zeit auch schon. So konnten der Jugendfeuerwehr im letzten Jahr vier Kinder übergeben werden, neun seien es in diesem Jahr. Durch die Brandschutzerziehung in der Grundschule und im Kindergarten, in der Buchheister mitwirkte, werde Werbung gemacht, sodass Kinder Interesse für die Feuerwehr entwickeln. Ortsbrandmeister Andreas Bode resümierte auch seine Freude: „Ich bin froh, glücklich und stolz.“ Die Gründung sei ein großer Wunsch gewesen. Seien die Jugendfeuerwehren früher die einzige Zukunft gewesen, sind es nun auch die Kinderfeuerwehren. „Wir haben ein Ziel erreicht, das ist immens wichtig“, betonte er.

Buchheisters Ansporn für das Ehrenamt formulierte sie indes herzlich: „Es gibt doch nicht schöneres, als ein Kinderlächeln“, schwärmte sie, auch wenn manche Dienste Herausforderungen seien. Die funkelnden Kinderaugen gab‘s schließlich auch kurz vor Dienstende. Da wurde noch einmal „Feuer, Wasser und Blitz“ gespielt und ordentlich getobt. Und im Sitzkreis konnte jeder Haribo naschen. Buchheisters Ansporn, ja, man sah ihn! 


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