Viele Kinder folgten St. Martin durch den Ort.

Martinsumzug mit vielen Laternenkindern und Mitbürgern aus Eritrea

Am Martinstag, 11. November, folgten wie im letzten Jahr viele Kinder mit ihren Familien der Einladung der St.-Michael-Kirche zu einem Martinsfest.

Es begann um 17 Uhr mit einer kurzen Andacht in der Kirche. Vier Konfirmanden trugen kindgerecht die Martinsgeschichte vor. So wurden die kleinen Andachtsbesucher mit ihren Laternen auf den sich anschließenden Laternenumzug eingestimmt. War jetzt schon die Kirche
gut gefüllt, so schlossen sich noch weitere Teilnehmer auf dem Weg durch das Dorf dem Laternenumzug an.

Wie im Vorjahr führte auch jetzt wieder Josefine Weber hoch zu Ross als Ritter Martin im roten Mantel den Umzug an. Viele Kinder mit ihren phantasievollen Laternen folgten der Reiterin und einem Akkordeonspieler, der die passenden Lieder anstimmte.

Der Umzug endete kurz vor 18 Uhr auf dem Hof des Pfarramtes. Hier hatte schon am frühen Nachmittag der Kirchenvorstand alles vorbereitet, um Jung und Alt mit Bratwurst, Kinderpunch und Glühwein zu versorgen. Besonders dankbar war der Kirchenvorstand für die sehr aktive Mitwirkung von 16 Flüchtlingen aus Eritrea. Im Deutschunterricht zuvor wurde ihnen die Geschichte des Martinsumzuges erklärt. So hängten die Mitbürger aus Eritrea gemeinsam mit dem Kirchenvorstand Lichterketten auf, stellten Tische und Bänke zurecht und bereiteten den Getränkeausschank vor. Drei Eritreer erhielten Warnwesten und beteiligten sich nach der Andacht an der Verkehrssicherung des Laternenumzuges. Beim Ausschank von Kinderpunch und Glühwein lernten die Freunde aus Afrika diese Getränke zum ersten Mal kennen, ein völlig neues Geschmackserlebnis. Bratwurst war ihnen schon vorher bekannt.

Es mussten sogar noch Bratwürste, Kinderpunch und Glühwein nachgekauft werden, um den vielen Gästen auf dem Hof des Pfarramtes gerecht zu werden. Gegen 19.30 Uhr klang dieser schöne, auch vom Wetter verwöhnte Tag aus. Wie beim Aufbau so halfen die Eritreer auch beim Abbau tatkräftig mit.

Dieser Martinstag hat viel Freude bereitet und dabei gezeigt, wie Integration funktionieren kann.


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