Einrichtungsleiter Christian Grösche (links) und Geschäftsführer Wilhelm Kuhrt bedankten sich bei den Künstlerinnen Hanna Steffen (links) und Gerda Metzner mit Blumen.

Neujahrsempfang im Senioren- und Therapiezentrum „Am Herrenhaus Sickte“

„Traditionen sind nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weiterreichen des Feuers.“ Mit diesen Worten begrüßte Einrichtungsleiter Christian Grösche gestern die mehr als 100 Gäste zum inzwischen 19. Neujahrsempfang im Senioren- und Therapiezentrum „Am Herrenhaus Sickte“.

Erstmals war der Empfang unter ein Motto gestellt: „Kunst im Alter“. Eine Ausstellung mit den in 2014 entstandenen Bildern der Bewohner auf den Fluren des Wohnbereichs I begleitete die Besucher auf einem „walk of fame“ in den Gemeinschaftssaal. „Die Sterne sollen gleichzeitig
eine Wertschätzung für unsere malenden Bewohner und die heutigen Gäste sein“, sagte Grösche.

In seiner Begrüßungsrede ging er dann auch auf das Motto des Empfangs und seine  weitreichenden Facetten ein. Dabei sinnierte er über die Bedeutung von Pflege, die schon in der Antike als Kunst bezeichnet worden sei. In der Pflege fühle man sich wohl und geborgen, sie sei
heilsam, voller Liebe und Zuneigung und in ihr verbinde sich die Kunst der Hände mit der Kunst des Herzens. „Ich sehe täglich, welche Leistungen hier vollbracht werden. Das macht mich stolz“, sagte Grösche mit Blick auf die engagierten Mitarbeiter.

Auch Geschäftsführer Wilhelm Kuhrt würdigte das engagierte Wirken der Mitarbeiter im Hause.
„Wir sind seit 19 Jahren in Sickte tätig und haben es geschafft, die Pflege hier auf hohem Niveau zu gestalten und dies auch zu halten“, sagte er und dankte allen Mitarbeitern. Er machte auf die MDK-Bewertung von 1,1 aufmerksam, für die eine qualitativ hochwertige Arbeit notwendig sei. Außerdem würdigte er das überdurchschnittliche Engagement der Mitarbeiter, neben der Pflege
auch für die Unterhaltung der Bewohner zu sorgen. „Es gab im Laufe des Jahres 45 Veranstaltungen“, berichtete Kuhrt und erinnerte an die Rosenmontagsfeier, das Muttertagsfrühstück, den Osterbasar, das Café Kultur und viele weitere Feste.

Neu im Team stellte Wilhelm Kuhrt den Gästen Jeanette Berndt vor, die als Pflegedienstleitung in der Tagespflege eingestellt wurde. Dort stehen Interessierten 20 Plätze zur Verfügung. „Das Angebot soll in Zukunft noch mehr belebt werden“, ergänzte Grösche.

Darüber hinaus seien fünf italienische Pflegekräfte eingestellt worden, die im Team herzlich
aufgenommen worden seien und soziale Anbindung gefunden hätten. „Sie belegen unter anderem einen Sprachkurs und werden an die Anerkennung ihres ausländischen Berufsabschlusses in Deutschland herangeführt“, sagte Grösche. Er sprach außerdem von zahlreichen gesetzlichen Neuerungen in 2015, die Vorteile für die Versicherten mit sich bringen würden. „Wir beraten gerne
über die bevorstehenden Veränderungen“, bot er an.

„Wir sind vor 21 Jahren nach Sickte gekommen und haben von Beginn an die Unterstützung der Gemeinde genossen. Das ist bis heute so geblieben“, dankte Kuhrt. Auch Bürgermeister
Reinhard Deitmar bestätigte die gute Zusammenarbeit zwischen Einrichtung und Gemeinde. „Im Mittelpunkt steht der Mensch. Das wird hier im Hause gelebt“, sagte er. Und auch stellvertretender Samtgemeindebürgermeister Uwe Schäfer würdigte das Engagement, die Leidenschaft und die
Tradition, mit der in der Einrichtung gearbeitet werde.

Für den Heimbeirat überbrachte Vorsitzender Dieter Lorenz Grüße und dankte der Geschäftsführung, die viele Neuerungen zum Wohle der Bewohner eingeführt habe. Die Belegung im Senioren- und Therapiezentrum „Am Herrenhaus Sickte“ liege bei fast 100 Prozent, sagte Christian Grösche. „Jetzt gehen wir stramm auf unser Jubiläum im Jahr 2016 zu. Dann wird das 20-jährige Bestehen gleich mit einer Reihe an Veranstaltungen gefeiert“, kündigt er an.

Im Anschluss waren die Gäste zu einem reichhaltigen Büfett eingeladen und genossen das
musikalische Programm mit dem Baldt-Dallmann-Duo.


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