Dr. Karoline Arnold (Mitte) freut sich. Martina Wolff von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz überbrachte mit Herbert John von Lotto Niedersachsen einen symbolischen Fördervertrag über 30.000 Euro.

Sanierung der Burganlage in Hornburg – DSD fördert Projekt mit 30.000 Euro

Ein guter Tag für Dr. Karoline Arnold. Martina Wolff vom Ortskuratorium Hannover der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) überbrachte ihr am Mittwoch gemeinsam mit Herbert John von Lotto Niedersachsen einen symbolischen Fördervertrag über 30.000 Euro. Die Förderung wurde möglich dank der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär die Denkmalschutzstiftung ist.

Die Eigentümerin der Burganlage in Hornburg war gezwungen, Teile der Anlage zu sanieren. Der Westgiebel des Burgebäudes musste neu verfugt, die Mauerkrone der Bastion komplett erneuert werden. Fugenarbeiten waren auch an einer Hangstützmauer nötig. Außerdem musste ein Riss zwischen dem sich immer weiter zur Seite neigenden Bergfried und dem Wohngebäude geschlossen werden. „Aber damit“, so die Burgherrin, „sind die Arbeit noch nicht beendet. Im Frühjahr geht es weiter.“ Die Kosten für die gesamte Maßnahme belaufen sich auf rund 200.000 Euro.

Die Hornburg liegt auf dem Felssporn eines Höhenzugs zwischen Osterwieck und Hornburg mitten im Zentrum der Fachwerkstadt. Die Veste wurde erstmals 994 in einer Urkunde erwähnt und möglicherweise zu Beginn des 9. Jahrhunderts zum Schutz gegen die Ungarn errichtet. Mehrfach beschädigt und wieder auf- und umgebaut wurde die Burg im 15. Jahrhundert festungsartig mit sieben Ecktürmen, einem Bergfried und drei Ringmauern ausgebaut. Im Dreißigjährigen Krieg hart umkämpft und schließlich von dem schwedischen General Königsmarck zerstört, diente sie in der Folge als Steinbruch. Bis 1922 lag das Burggelände brach. Erhalten haben sich die mittelalterliche Umfassungsmauer mit den Bastionstürmen und der Stumpf des Bergfrieds.

Die Wiederaufbaugestaltung der 1920er Jahren durch den seinerzeit bekannten Burgenforscher und Architekten Bodo Ebhardt prägt das Erscheinungsbild der Burg heute. Das knapp 1,5 Hektar große Burgareal umgibt eine hohe Umfassungsmauer. An den erhöhten Bergfried schließt ein dreigeschossiges Wohngebäude aus grob behauenen Kalksteinen mit steilem pfannengedecktem Satteldach an. Den um etwa acht Meter aus Kalksteinen erhöhten Turmstumpf bekrönt ein Kegeldach. 

Die Eigentümerin bemüht sich auch mit dem angeschlossenen Landwirtschaftsbetrieb um den Erhalt der Burg. Die Arbeiten werden von den Werkstätten für Denkmalpflege Quedlinburg in bewährter Manier vorgenommen. Sie dienen einer sinnvollen Verknüpfung von Denkmalschutz und Nutzung. Die private, zu bestimmten Terminen bei Führungen öffentlich zugängliche Burganlage, gehört zu den über 350 Objekten, die die private Denkmalschutzstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Niedersachsen fördern konnte.


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