Nach einer starken Hinrunde verabschieden sich die Löwen mit 34 Punkten als Tabellenführer in die Winterpause.

Eintracht Braunschweig geht als Tabellenführer in die Winterpause

Nach 17 Spielen grüßt die Eintracht von der Spitze der Tabelle in Liga 2. Zehn Siegen stehen drei Niederlagen gegenüber, dazu kommen vier Unentschieden, so dass das Team von Trainer Torsten Lieberknecht 34 Punkte auf der Habenseite verbuchen kann. Zeit für einen Rückblick auf die Hinrunde.

Bereits der Start in die Saison ließ Experten aufhorchen. Mit Siegen gegen Würzburg, St. Pauli und vor allem Nürnberg legten die Löwen einen Start nach Maß hin. Insbesondere das 6:1 gegen Nürnberg blieb in Erinnerung und zeigte klar auf, dass es vor allem die starke Offensivabteilung der Löwen sein sollte, die in der Liga den Ton angibt. Bezeichnend auch das Tor von Christoffer Nyman, der in der 67. Minute zu seinem ersten Einsatz kam und kurz vor Schluss den Treffer zum 6:1 markierte. Doch neben Nyman, der wie Onel Hernández auf vier Tore in der laufenden Saison verweisen kann, ist es vor allem Domi Kumbela, der wie kein anderer für die Offensivstärke der Braunschweiger steht. Bereits elf Tore gehen auf das Konto des Deutsch-Kongolesen. Mit der Rückkehr von Suleiman Abdullahi steht Trainer Torsten Lieberknecht zur Rückrunde ein weiterer vielseitig einsetzbarer Offensivmann zur Verfügung.

Die erste Niederlage der Saison mussten die Löwen am 6. Spieltag gegen den Bundesliga-Absteiger aus Stuttgart hinnehmen. Mit einem 2:0 traten die Blau-Gelben die Heimreise an. Nach einem 1:1 gegen Heidenheim kehrte die Mannschaft jedoch schnell in die Erfolgsspur zurück. 

Eines der verrücktesten Spiele der Hinrunde lieferte das Team von Torsten Lieberknecht in Dresden ab. Beim starken Aufsteiger erzielte Onel Hernández in der 10. Minute zunächst das 1:0, ehe Kumbela kurz nach der Pause auf 2:0 erhöhte. Doch Dresden fand in Person von Stefan Kutschke zurück ins Spiel, der das Spiel mit drei Treffern in elf Minuten für Dynamo entschied.

Aufgerüttelt von dieser Niederlage gingen die Löwen noch aggressiver in das Derby gegen Hannover, welches am Ende keinen Sieger fand und mit einem 2:2-Unentschieden endete. Die Löwen blieben damit auch gegen einen der Topfavoriten auf den Aufstieg vor heimischer Kulisse ungeschlagen. Ausgenommen von diesem Unentschieden wurden alle Saisonspiele im Eintracht-Stadion gewonnen. Die Löwen sind damit die beste Heimmannschaft der Liga. 

Nach einem Unentschieden in Bochum folgte ein Sieg im Löwenduell gegen 1860, ehe die Braunschweiger die dritte Niederlage der Saison ereilte. Wieder war es ein Auftritt in der Fremde, der keine Punkte einbrachte. Im Stadion An der Alten Försterei unterlagen die Löwen mit 0:2. Auch Domi Kumbela, der an diesem Tag sein 100. Zweitligaspiel absolvierte, sollte an diesem Tag kein Glück im Abschluss haben. Die Spiele auf fremdem Platz sind ohnehin der einzige Makel, der in dieser Saison ins Auge fällt. So konnten lediglich die Spiele beim St. Pauli und in Aue gewonnen werden. Für einen Tabellenführer eigentlich zu wenige. Auch das letzte Spiel der Hinrunde, auswärts in Karlsruhe, trug nicht viel zur Verbesserung dieser Statistik bei - 0:0 trennten sich die Blau-Gelben vom Abstiegskandidaten. 

„Es war eine kräftezehrende Hinrunde. Die Jungs sind körperlich ans Limit gegangen. Die Winterpause kommt jetzt genau richtig und ist wichtig", so Trainer Lieberknecht. 

Am 28. Januar startet die Rückrunde mit einem Auswärtsspiel bei den Würzburger Kickers, dem aktuellen Tabellensechsten.


ANZEIGE