Mitglieder der studentischen Initiative „All2gether“ übergaben Ostfalia-Präsidentin Prof. Dr. Rosemarie Karger (ganz rechts) ihren ersten Jahresbericht. Mit dabei war auch Dipl.-Soz.päd. Jessica Bangisa (ganz links), die als Mitglied des Bereichs Hochschulentwicklung und Kommunikation den Aufbau der Initiative unterstützt hat.

Wertschätzung von Ostfalia-Präsidentin für studentisches Engagement

Im Oktober gründeten Studierende der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften die Initiative „All2gether“, um sich gemeinsam für Flüchtlinge in Wolfenbüttel einzusetzen. Wie sich dies konkret gestaltet, veranschaulicht der aktuelle Jahresbericht der Initiative, den die Studierenden am 19. Dezember der Präsidentin der Ostfalia, Prof. Dr. Rosemarie Karger, überreichten.

Rund 30 Patinnen und Paten und ein zehnköpfiges Organisationsteam engagieren sich derzeit bei „All2gether“. Insbesondere das „Patenschaftsprogramm“ steht bei ihrer Arbeit als Kernaufgabe im Vordergrund. Ziel des „Patenschaftsprogramms“ ist neben gemeinsamer Freizeitgestaltung rund um den Campus die Unterstützung studieninteressierter Geflüchteter beim Zugang zur Hochschule. Dazu zählen insbesondere Informationen zum Studienangebot und den Studienvoraussetzungen sowie Hilfestellung beim Ausfüllen von Zulassungsanträgen für eine Gasthörerschaft. 

Um möglichst viele Mitwirkende für dieses Programm zu gewinnen, informieren die Studierenden unter anderem via Internet sowie im Rahmen ihrer Beteiligung an Veranstaltungen wie den „Interkulturellen Höfen“ der Stadt Wolfenbüttel sowie an Informationsständen über ihre Aktivitäten.

Wie die Ziele ihrer Initiative optimal umgesetzt werden können, diskutieren die Studierenden erstmals im Mai beim Netzwerktreffen „Geflüchtete“ mit Fachkräften des Sprachenzentrums, des Immatrikulationsbüros und der Zentralen Studienberatung der Ostfalia sowie mit der Volkshochschule in Wolfenbüttel.

Um die Situation der Geflüchte-ten besser einschätzen zu können, nahmen Mitglieder von „All2gether“ zudem im Sommer an einer Schulung zu rechtlichen Rahmenbedingungen rund um die Modalitäten bei der Ankunft in Deutschland, das Asylverfahren sowie im Hinblick auf fachliche Zuständigkeiten und Regularien für die Aufnahme eines Studiums teil. 

Originelle Unterstützung gab es aus den Reihen der Lehrenden. So wettete beispielsweise Christian Raupach, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent am Institut für Medienmanagement am Campus Salzgitter, mit Studierenden des Studiengangs Medienkommunikation: Wenn die Studierenden es schaffen würden, 100 Euro für die studentische Flüchtlingsinitiative „All2gether“ zu sammeln, würde er den Spendenbetrag aus eigener Tasche um 50 Prozent erhöhen und eine seiner Vorlesungen mit einer rosa Spange im Haar halten. Die Idee brachte den Erfolg: Im Oktober fand die Übergabe einer Spende von mehr als 150 Euro in Salzgitter statt. 

Aktivitäten der Studierenden von „All2gether“ finden inzwischen auch am Campus Wolfsburg statt. Mitte Dezember organisierten sie dort bereits ein weihnachtliches „Come together“ bei dem Geflüchtete und Studierende Gelegenheit hatten, sich persönlich auszutauschen. „Wir freuen uns auf viele weitere Veranstaltungen dieser Art“, sagt Dipl.-Chem. Klaus Bolze, der als Ansprechpartner für Flüchtlingsfragen an der Ostfalia Hochschule gerne mit der studentischen Initiative zusammenarbeitet. 

Vom Inhalt des aktuellen Jahresberichts ist auch Prof. Dr. Rosemarie Karger sehr angetan: „Auf das, was Sie in dieser kurzen Zeit auf die Beine gestellt haben, können Sie stolz sein. Damit leisten Sie einen wertvollen Beitrag zu einer lebendigen und aufgeschlossenen Campuskultur, wie wir sie an der Ostfalia beibehalten und weiterentwickeln möchten“, sagte die Hochschul-Präsidentin anlässlich der gestrigen Zusammenkunft mit Mitgliedern von „All2gether“ im Sitzungssaal des Präsidiums.


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