In der kalten Jahreszeit zaubern täglich ehrenamtliche Helferinnen und Helfer leckere warme Mahlzeiten für bedürftige Menschen in der Suppenküche. Von links: Elke Falkenstein, Sabine Grallert, Renate Waldmann, Gudrun Barth und Bogdan Bloch vom Leitungsteam sowie Inge Löhnert.

Traditionelles Weihnachtsessen in der Suppenküche

Vom 1. November bis 31. März zaubern die rund 75 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus den verschiedenen Kirchengemeinden täglich leckere und abwechslungsreiche Gerichte für bedürftige Menschen. Nun steuert die Ökumenische Suppenküche am heutigen Samstag auf ihren jährlichen Höhepunkt zu.

Denn wie jedes Jahr findet an Heiligabend das traditionelle Weihnachtsessen statt. An diesem Tag  kommen nicht nur die Stammgäste der Suppenküche zusammen. „Auch Gäste, die alleine zu Hause  leben und nicht zu den täglichen Suppenküchengästen gehören, nehmen daran teil“, erklärte die Leiterin Marianne Effe. Gerade zur Weihnachtszeit tragen die Gefühle der Gemeinsamkeit und des Teilens eine große Bedeutung. Es ist die Dankbarkeit der Menschen, die die Motivation der Ehrenamtlichen jedes Jahr aufs Neue beflügelt. „Es tut gut, in die glücklichen Gesichter zu sehen. Man hat dann gleich das Gefühl, dass man eine große Familie ist“, betonte Effe. Auf die Gäste wartet an diesem besonderen Nachmittag ein kleines beschauliches Programm. Zunächst trägt Pfarrer Matthias Eggers  die Weihnachtsgeschichte vor. Danach werden gemeinsam verschiedene Weihnachtslieder gesungen, ehe das leckere Weihnachtsmahl serviert wird. „Das Besondere an diesem Tag ist, dass die Gäste von den Ehrenamtlichen bedient werden“, sagte Effe. Seit drei Tagen laufen die Vorbereitungen in der Küche. Aufgetischt werden Schmorfleisch und ein Gänsebraten, der traditionell von der MKN Maschinenfabrik gesponsert wird. Als Beilagen werden Klöße, Kroketten sowie frisches Rotkraut gereicht und zum Nachtisch gibt es eine köstliche Mousse au Chocolat. Für die anwesenden Kinder wartet dann noch eine kleine Überaschung. Das anschließende Kaffeetrinken bei leckerem Kuchen rundet das Weihnachtsessen ab.

Über die Suppenküche:

Angefangen hat alles im Jahre 1995. Viele Obdachlose und Reisende suchten Schutz und eine warme Mahlzeit bei der Kirche. Caritas und Kirchengemeinden schlossen sich zusammen und bereiteten erste kostenlose Mahlzeiten für die Bedürftigen zu. 1996 wurde die Suppenküche ökumenisch und nahm ihre rein ehrenamtliche Arbeit auf, erklärte Effe. 

Heute arbeiten rund 75 Ehrenamtliche in der Suppenküche und sorgen für einen reibungslosen Ablauf, vom Einkauf über die  Buchführung bis hin zur Planung und Durchführung. Am 18. November feierte die Suppenküche ihr 20-jähriges Bestehen. Jedes Jahr im Zeitraum von November bis März bekommen die Gäste an sechs Tagen der Woche eine warme Mahlzeit. 

Von April bis Oktober findet dann einmal die Woche, jeweils am Mittwoch von 9.30 bis 10.30 Uhr, ein Frühstück statt. „Dabei bestreiten wir alles mit Spenden“, erklärte Effe. „Dank der finanziellen und materiellen Unterstützung der Wolfenbütteler Geschäftsleute können wir den Gästen jeden Tag eine frisch zubereitete Mahlzeit anbieten.“ 


ANZEIGE