Eine Weide für die THG-Bienen

Wolfenbüttel. Auch wenn das Bienenjahr noch längst nicht zu Ende ist, blickt die von Kerstin Steinmeyer und Christian Bilges geleitete Imker-AG des THG auf ein erfolgreiches Schuljahr zurück. Die beste Nachricht vorweg: Alle drei schuleigenen Bienenvölker sind gut durch den Winter gekommen und haben sich in der Folgezeit so stark entwickelt, dass sogar noch ein Ableger für ein weiteres Bienenvolk gebildet werden konnte. Dies war in der Vergangenheit nicht immer so.

Bei immer milderen Temperaturen werden die Winter für die Bienen zunehmend problematisch, weil sie unter diesen Umständen zu viel Energie verbrauchen. Und obwohl dann noch ein relativ kalter April folgte, in dem zwar viele Trachtpflanzen blühten, die Bienen aber bei Temperaturen im einstelligen Bereich keine weiten Strecken fliegen konnten, kam bei der ersten Honigernte des Jahres Anfang Juni eine erkleckliche Menge Honig zusammen: Immerhin 30 Kilogramm konnten die fleißigen Sammlerinnen eintragen – ein Ertrag, der einen guten Beitrag zur Finanzierung der AG leistet, ist doch der schuleigene Honig der Marke THoniG bei Jung und Alt heiß begehrt.

Damit auch in Zukunft die Nahrungsgrundlagen der Bienen und anderer Insekten gesichert sind, wurde im Mai eine Weidefläche mit Blühpflanzen für Hummel, Biene und Co. angelegt. Dabei konnte man sich auch über die Unterstützung des Landtagsabgeordneten Frank Oesterhelweg freuen, der bei der Beschaffung des regional zertifizierten Saatguts behilflich war. Die Schule bewirbt sich zurzeit mit diesem Projekt für die Zertifizierung als Umweltschule. AG-Teilnehmer, Schülerinnen und Schüler mehrerer Klassen und Kurse halfen mit, einen mit Unkraut überwucherten Erdwall in eine Bienenweide umzuwandeln. Es wurde gejätet, geharkt und gesät – eine mitunter schweißtreibende Angelegenheit, bei der gerade das Wässern der Pflanzen (und Mitschüler) mit dem Gartenschlauch eine vergnügliche Abkühlung bot. Der Erfolg zeigte sich dann Mitte Juni in Form von ersten zarten Blüten. 

Mit dem Anlegen dieser Fläche konnte ein kleiner Beitrag zur Erhöhung der Artenvielfalt der Bestäubungsinsekten auf dem Schulgelände und zur Verbesser-ung des Nahrungsangebots der Honigbienen geleistet werden. Gerade die Honigbiene hat eine ökologisch herausragende Rolle, ist sie doch unser wichtigstes Bestäubungsinsekt: Von ihr hängt ein Großteil der Ernteerträge ab und ohne sie würden viele Pflanzenarten aussterben. Die Zukunft wird zeigen, ob es sich ermöglichen lässt, noch weitere Blühflächen auf dem Schulgelände anzulegen. Auf die Hilfe der THG-Imker wäre in jedem Fall Verlass.


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