Präsentierten das bisherige Ergebnis (von links): Michael Fuder, Katrin Scholtysik, Ulrich Hagedorn, Nicola Pöckler, Marc Lohmann und Kerstin Anhuth.

Kontaktstelle Oderwald Sozial existiert seit neun Monaten

Wer auf dem Dorf wohnt und älter wird, macht sich meist viele Gedanken über die Zukunft, auch im Landkreis Wolfenbüttel. Die Kontaktstelle Oderwald Sozial existiert nun seit neun Monaten. Erstmals präsentierte sich diese im Rathaus im Bahnhof. „Ihr soziales Engagement in Börßum wird durch Kerstin Anhuth sehr gut vorangetrieben“, erklärte Samtgemeindebürgermeister Marc Lohmann.

In dieser Runde mit dabei waren Michael Fuder (merkWATT GmbH), Katrin Scholtysik (SG Oderwald), Ulrich Hagedorn (AWO Salzgitter-Wolfenbüttel), Nicola Pöckler (AWO Salzgitter-Wolfenbüttel), Marc Lohmann (SG Oderwald), Kerstin Anhuth (Kontaktstelle Oderwald sozial). „Ich kam sofort mit vielen Menschen ins Gespräch“, berichtete Anhuth.

„Schnell hat es sich herumgesprochen, dass in der Kontaktstelle Informationen und Unterstützung für soziale Aktivitäten aller Art zu erhalten sind“, freut sich Kerstin Anhuth. Sowohl einzelne Ratsuchende kommen inzwischen mit ihren Fragen zu ihr als auch Vereine oder private Initiativen, die seit langem sozial aktiv sind oder etwas Neues auf die Beine stellen wollen. 

In der Samtgemeinde Oderwald mit ihren 6.800 Einwohnern, die in elf Dörfern rund um den Höhenzug an der Oker leben, wird seit neun Monaten ein neuer Weg beschritten. Mit der „Kontaktstelle Oderwald Sozial“ gibt es Unterstützung rund um alle genannten Fragen. 

Entstanden ist das Projekt aus der Studie „Oderwald Sozial“, die im Jahr 2014 neue Wege für die Fortentwicklung von Lebensqualität vor Ort aufzeigte. Drei Jahre dauerte es dann, bis endlich die Finanzierung stand und es losgehen konnte. Träger der Kontaktstelle ist die AWO, das Geld kommt, zunächst für drei Jahre, von der Fernsehlotterie und von der Stiftung Zukunftsfonds Asse. 

Das Gesicht der Kontaktstelle ist Kerstin Anhuth, eine quirlige Frau mit Herz, Lebenserfahrung und Freude an Menschen. Seit Mitte 2017 baut sie Strukturen und Angebote auf. Dabei genießt Kerstin Anhuth als „Einzelkämpferin“ den Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen im Börßumer Rathaus, wo sie ihr Büro hat. 

Durch Hospitationen zum Beispiel in anderen AWO-Einrichtungen entstand schnell ein Netzwerk, auf das Kerstin Anhuth bei den kleinen und großen Fragen ihrer täglichen Arbeit zurückgreifen kann. Die Schwerpunkte der Arbeit sind die Stärkung der allgemeinen sozialen Infrastruktur in der Samtgemeinde, das Entwickeln generationengerechten Wohnens sowie die wohnortnahe Begleitung und Beratung.

„Das klingt vielleicht erst einmal etwas abstrakt, es wird aber schnell sehr konkret“, so Kerstin Anhuth. Eine neue Skatgemeinschaft ist entstanden, in Heiningen unterstützt Anhuth öffentliche Gespräche zur Zukunft des Dorfes, und für Börßum organisiert sie eine Konferenz zur Zukunft der Seniorenarbeit. Ein großes Projekt ist das „Dorstädter Lädchen“. 

Der Verein „Dorstädter Lädchen“ plant die Wiedereröffnung des Dorfladens zur Nahversorgung der Bürger sowie als Kommunikations- und Begegnungszentrum. Die Samtgemeinde wie auch die Kontaktstelle Oderwald Sozial unterstützen dieses Vorhaben nach Kräften. 

Gemeinsam mit Erhard Dette aus Seinstedt, dem Leiter des Seniorenkreises Seinstedt, macht Kerstin Anhuth auch die „Notfalldose“ bekannt. Anhuth wird in der nächsten Zeit Informations- und Merkblätter entwickeln und verbreiten. Auch wenn der Schwerpunkt ihrer Arbeit eher bei älteren Menschen und ihren Bedürfnissen liegt, so beschränkt sie sich keineswegs darauf. 

Derzeit ist sie gemeinsam mit vielen Mitstreitern dabei, ein Ferienlager für Kinder und Jugendliche in Sommerferien auf die Beine zu stellen. Am allerliebsten aber wäre ihr eine stärkere Verknüpfung der Generationen. Sie sieht dabei ein großes Potenzial unter dem Motto „Miteinander leben, voneinander lernen, sich gegenseitig unterstützen“; dieses werde sie weiter voranbringen, versicherte sie.


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