Die Errichtung und Verknüpfung von sogenannten HotSpots war das überregionale Thema beim Zusammentreffen der Vertreterinnen und Vertreter vom Landkreis Wolfenbüttel und den Städten Wolfenbüttel und Braunschweig.

Öffentliches kostenfreies WLAN in Braunschweig und in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel

Großer Bahnhof im „Beeke Hus“ an der Dettumer Sportanlage. Alle Beteiligten zur Errichtung eines Öffentlichen kostenfreien WLANs in Braunschweig, Wolfenbüttel und im Landkreis Wolfenbüttel trafen sich dort zur offiziellen Vorstellung der „HotSpots“ genannten Einwahlzonen. Wer öffentliches WLAN in Braunschweig und im Landkreis Wolfenbüttel nutzt, muss sich ab sofort nur einmal anmelden.

Der Landkreis Wolfenbüttel hat sich der HotSpot-Initiative von BS  ENERGY, der Stadt Braunschweig sowie dem Telekommunikationsunternehmen htp GmbH angeschlossen. Mit der einmaligen Anmeldung können die derzeit vier öffentlichen HotSpots in Braunschweig und ab Ende März alle 25 HotSpots im Landkreis Wolfenbüttel genutzt werden. In der Stadt Wolfenbüttel decken HotSpots zehn Bereiche in der Innenstadt, von der Fußgängerzone bis zum Schlossplatz, ab. Betreiberfirma ist dort IT-Innerebner.

Der Landkreis, der zuvor bereits 11 Millionen Euro in schnelles Internet für den ländlichen Raum investiert hat, stellt 200.000 Euro für die öffentliche Internet-Zugänge bereit. 25 Hotspots habe der Kreistag bewilligt, so Landrätin Christiana Steinbrügge. Die Festlegung der HotSpots seien in Absprache mit den Einheits- und Samtgemeinden mit Hilfe von Außen- und Innen-Antennen eingerichtet worden. „Wir legen mit dem flächendeckenden Breitband und den öffentlichen HotSpots die Grundlage für die Digitalisierung im ländlichen Raum“, betonte die Landrätin. Dies sei Teil einer modernen Daseinsvorsorge. Mit der Beteiligung an der Initiative BS HotSpots zeige der Landkreis, dass hier schon regional gedacht werde. Da von den zur Verfügung gestellten 200.000 Euro eventuell noch Geld  übrig bleibe, könne der Kreistag laut Christina Steinbrügge durchaus noch weitere Hot-Spots bei größerem Bedarf errichten lassen.

Für Braunschweigs Wirtschaftsdezernenten Gerold Leppa ist öffentliches WLAN ein wichtiger Standortfaktor: „Viele Innenstadtbesucher legen Wert darauf, auch mobil im Internet unterwegs sein zu können. Das öffentliche WLAN ist zudem eine wichtige Voraussetzung, um weitere Angebote im Bereich Smart City zu schaffen. Viele Menschen aus Wolfenbüttel und dem Landkreis kommen täglich nach Braunschweig – und umgekehrt. Mit einer gemeinsamen WLAN-Versorgung für alle stärken wir auch den regionalen Gedanken.“

Laut htp-Geschäftsführer Thomas Heitmann müsste man sich mit seinem Smartphone oder Tablet zur kostenlosen WLAN-Nutzung nur beim BS HotSpot anmelden und könne dann im Internet surfen, E-Mails abrufen und versenden. Für die Nutzung gebe es im Landkreis Wolfenbüttel eine zeitliche Begrenzung auf zwei Stunden. Nach dem Logout könne man sich aber bis zu zwölf Mal pro Tag problemlos anmelden. „Die WLAN-Infrastruktur ist ein wichtiger Mosaikstein für die Kundenzufriedenheit“, betonte Heitmann. htp betreibt die HotSpots und sorgt mit Filtern dafür, dass der Zugriff auf rechtswidrige Seiten nicht möglich ist „Kinderuntaugliche Seite und solche mit verfassungsfeindlichen Inhalten sind  gesperrt“, ergänzte Heitman. Sollte die Kapazität nicht mehr ausreichen, würde htp nachrüsten. 

„Unsere Erfahrungen in der Braunschweiger Innenstadt zeigen, dass der Bedarf nach öffentlichem WLAN groß ist. Durch die interkommunale Zusammenarbeit wird das Surfen für alle, die in der Region unterwegs sind, noch einfacher“, sagte Klaus Winter, Geschäftsführer der Braunschweiger Netz GmbH, einer Tochtergesellschaft von BS Energy.

Die Stadt Wolfenbüttel hat laut Bürgermeister Thomas Pink in enger Kooperation mit ihren Stadtwerken schon seit Dezember 2015 erste Hotspots für freies WLAN eingerichtet. Aktuell sind zehn in folgenden Bereichen erreichbar: Schlossplatz, Schloss Innenhof, Kornmarkt, Krambuden, Lessingplatz, Platz vor dem Bankhaus Seeliger, Stadtmarkt, Lange Herzogstraße, Bahnhof und das Stadtbad Okeraue. In dieses Projekt haben die Stadt Wolfenbüttel und ihre Stadtwerke rund 45.000 Euro investiert. „Mit den Investitionen in die kommunikative Infrastruktur beweisen die Stadtwerke, dass sie sich für die Lebensqualität in der Stadt mitverantwortlich sehen“, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Matthias Tramp. Wer in der Reichweite der HotSpots ins Internet will, wählt in seinen Geräteeinstellungen das WLAN mit dem Namen „free-key Wolfenbüttel“ aus und registriert sich anschließend unter Angabe von E-Mail-Adresse oder Telefonnummer. Der Internetzugang wird von der Betreiberfirma IT-Innerebner aus Innsbruck zur Verfügung gestellt.

Weitere Auskünfte erhalten Inte-ressierte im Internet unter www.bs-hotspot.de. 


ANZEIGE