Unweit der Richtkrone (von links): Hannes Bartels, Mitarbeiter Kassel & Daus, Felix Kassel, Marc Lohmann, Alexander Steek, Pierre Puscher und Rüdiger Preißner.

Bau des Feuerwehrhauses in Klein Flöthe

Auf diesen Tag hatten alle Mitglieder der Feuerwehr Klein Flöthe gewartet. Der zweite Schritt beim Neubau ihres Feuerwehrhauses wurde mit dem Richtfest am Freitagabend feierlich vollzogen. Rund 100 Teilnehmer aus drei Generationen des Dorfes wohnten dem Ereignis bei.

„Für Klein Flöthe bedeutet der Bau eines neuen Feuerwehrhauses ein Jahrhundertereignis, das wir alle hier nicht noch einmal erleben werden“, berichtete der Flöther Bürgermeister Hans-Dieter Bassy. Witterungsbedingt gab es nur wenige Ausfalltage für den Neubau. Die bisher beteiligten Firmen haben gut gearbeitet. 

„Auf dieser Basis herrschte auch ein gutes Vertrauensverhältnis zur Klein Flöther Führungsmannschaft, mit entsprechender Kommunikation“, fügte Bassy hinzu. „Schwierigkeiten gab es aus meiner Sicht nur bei den Vergaben. Hier bin ich auch mit der Kommunikation nicht zufrieden“, bemerkte der Bürgermeister. 

Die fachliche Einbringung der Ortsfeuerwehr war hier sehr wichtig, so dass zeitnah seitens der Feuerwehr die Dinge auf den Weg gebracht wurden. „Ich persönlich würde es sehr schätzen, wenn dieses Fachwissen auch im entsprechenden Fachausschuss eingebracht werden würde“, sagte Bassy voller Überzeugung.

Oderwald Samtgemeindebürgermeister Marc Lohmann nutzte das Richtfest, um allen Personen, die an der Begleitung und Realisierung des Projektes bisher beteiligt sind, danke zu sagen. „Im Februar 2017 stimmte der Rat der Samtgemeinde Oderwald der Genehmigungsplanung für das Bauprojekt zu, dem eine Kostenberechnung von 714.000 Euro zugrunde liegt“, erzählte er. Eine finanzielle Unterstützung ist vom Land Niedersachsens in Höhe von rund 230.000 Euro zu erwarten. 

„Auch wenn es wetterbedingte Verzögerungen im Baufortschritt zu verzeichnen gab, zeigen sich die Verantwortlichen optimistisch, dass die Fertigstellung des neuen Funktionsgebäudes noch im Sommer dieses Jahres erreicht werden kann“, sagte Lohmann weiter. „Die Fahrzeughalle wirkt sehr mächtig. Das hat auch seinen Grund. Darauf werde ich bei der Einweihung des Feuerwehrhauses eingehen. Der geplante Einweihungstermin am 14. Mai wird wegen der Ausschreibungsverzögerungen nicht gehalten werden können“, waren seine weiteren Worte, bevor er den symbolischen Nagel in den Dachstuhl unter Beifall einschlug.

Ortsbrandmeister Hannes Bartels betonte: „Im Jahr 1994 erkannte der damalige Ortsbrandmeister Tobias Thurau, der heutige Kreisbrandmeister, dass die Standortsituation für die Feuerwehr Klein Flöthe nicht mehr ausreichend sei.“ Die Feuerwehr Klein Flöthe hat seit 1994 ihren Einsatzschwerpunkt auf der Bundesautobahn 395. 

„Nach zähen, immer wieder aufflammenden Diskussionen bezüglich einer Standortveränderung wurde nun auch mit der folgenden Führungsriege unter dem nächsten Ortsbrandmeister Karl-Günter Becker der schwere Missstand bekannt: der Umkleideraum in der Fahrzeughalle ist für Frauen und Männer gemeinsam und liegt neben den Feuerwehrautos“, ergänzte Bartels Stellvertreter Pierre Puscher am Freitag.

„Auch nach seiner Amtszeit als erster Mann in der Klein Flöther Wehr setzte Becker sich für die Kinderfeuerwehr und auch auf Samtgemeinde-Ebene als Sicherheitsbeauftragter weiter für die Belange der Feuerwehr ein“, lobte Bartels.

Ein weiterer Führungswechsel war notwendig, um das Projekt Feuerwehrhaus weiter auf den Weg zu bringen. Hannes Bartels und Pierre Puscher forderten weiter den notwendigen Neubau und konnten im Jahr 2014 verkünden, dass ein Planungsauftrag für ein Feuerwehrhaus erteilt worden sei.

Nach den ersten Gesprächen mit dem ersten Planungsbüro war schnell klar, dass die Chemie zwischen Planer und Planungsausschuss nicht passte. „2016 trennte sich die Samtgemeinde Oderwald von dem Planungsbüro“ sagte Bartels. 

Das neue Planungsbüro DELTA Bauplanung aus Braunschweig mit Architekt Rolf Müller erkannte schnell die Missstände der Planung. Sie präsentierten mehrere Lösungen zum Neubau. „Wir fühlen uns dort gut aufgehoben“, bescheinigten Bartels und Puscher gemeinsam.


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