Die Laienspielgruppe Ingeleben stellte sich vor ihrem Auftritt für das „Schaufenster“ zum Foto auf.

Riesigen Beifall für Komödie der Laienspielgrupppe Ingeleben

Ein rotes Femme-fatale-Kleid, ein rosafarbener Plüschanzug oder ein Engelskostüm, das im Rückenbereich tief blicken ließ – an kreativen Kostümen hat es der Laienspielgruppe Ingeleben noch nie gemangelt. So standen sie auch gestern bei der gelungenen Aufführung der Komödie auf der Bühne der Eulenspiegelhalle.

In ihrer aktuellen Inszenierung „Drum prüfe, wer sich ewig scheidet!“ von Rolf Sperling ging die sympathische Truppe um Regisseurin Ute Spindler sogar noch einen Schritt weiter. Sie schickte einen ihrer Darsteller nahezu im Adamskostüm auf die Bühne, sehr zur Erheiterung des Publikums. Nackig geht eben immer. Doch die Boulevardkomödie auf diese eine Schlüsselszene zu reduzieren, würde Schauspielern und Stück bei weitem nicht gerecht werden. Mit seinen Überraschungen, Wendungen, Verwechslungen und vor allem aufgrund seiner skurrilen Charaktere garantiert der Dreiakter einen überaus vergnüglichen Nachmittag. 

Das Publikum und die Akteure hatten gleichermaßen ihren Spaß hatten, langweilig war es auf der Bühne nie. Dreh und Angelpunkt des Stücks war eine Wohnung, die von einem sich trennenden Ehepaar – Markus Keune und Stefanie Bofinger – veräußert werden sollte. Dummerweise setzten zwei Makler – Maja Bartsch und Florian Germer – zeitgleich ihre Besichtigungstermine an und schauten mit ihren potenziellen Kaufinteressenten – Jens Bandermann und Karin Zander – vorbei, was an sich schon für ordentlich Trubel sorgte. Als sich dann jedoch auch noch der leicht lispelnde Facility Manager – Rolf Lazarewicz –, einmischte, geriet die Lage völlig außer Kontrolle. Dabei drehte sich der Streit unter den Herren nicht nur um die ausrangierten Playboy-Hefte der Hausherren. Ein rundum gelungenes Schauspiel, in dem nicht nur Jens Bandermann als Künstler mit einer Leidenschaft für Heukäse an diesem Nachmittag für Schenkelklopfer sorgte. 

Tatsächlich verging die Zeit wie im Fluge, es war ein Genuss, wie auf der Bühne die Fetzen flogen. Dabei ging so mancher Teller zu Bruch. Der Beifall der Besucher zollte die großartige Leistung aller Mitglieder der Laienspielgruppe Ingeleben. Wer nicht dabei war, der hat etwas verpasst. 


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