Im Rahmen der Jahrestagung der Literaturübersetzer fanden am Samstag unterschiedliche Workshops und Vorträge statt. In der Kommisse hielt Hans-Christian Oeser einen Vortrag zum Thema „Jede Übersetzuzng ist ein Geheimnis“.

200 Literaturübersetzer tagten ein Wochenende lang in Wolfenbüttel

Der Verband deutschsprachiger Übersetzer (VdÜ) lud am Wochenende zum 16. Wolfenbütteler Gespräch ein. Beruflicher Austausch, Wiedersehen und Kennenlernen sowie berufliche Weiterbildung der Übersetzer standen bei der Jahrestagung im Vordergrund. Großes Highlight der Veranstaltung war das Lesefest am Freitagabend in der Schünemannschen Mühle.

Mit dem Titel „Die vier Jahreszeiten“ trugen auf vier Bühnen sechszehn Übersetzer aus ihren Werken vor. Frühling, Sommer, Herbst und Winter: Die Teilnehmer konnten zwischen den Jahreszeitenbühnen wählen und unterschiedlichen moderierten Vorträgen verschiedener Genres lauschen. Am Samstag hatten die Tagungsgäste schließlich die Möglichkeit, sich im Rahmen von 22 Workshops und Vorträgen mit verschiedenen Themen auseinanderzusetzen. Die Teilnehmer befassten sich mit Aspekten wie: „Yes, we can! Herausforderung Teamübersetzung“ mit Jacob Thomas oder „Glück gehabt!“ Minimalgeschichten mit Olaf Kutzmutz. Auch Yoga oder Improvisationstheater mit Julia Zimmermann standen auf der Tagesordnung.

Die Workshops sollten ein ganzheitliches Fortbildungsprogramm für die Besucher bieten, erzählte Jan Schönherr, einer der fünf Organisatoren der Jahrestagung. Am Abend kam es schließlich zur feierlichen Übergabe des Hieronymus-Rings 2019 von Gabriele Leupold an Marianne Gareis. Die Übersetzerin wurde für ihre Übertragungen lateinamerikanischer, spanischer und portugiesischer Prosa ausgezeichnet. Abschluss der Tagungsveranstaltung ist das heutige Treffen der Autorin Terézia Mora mit ihren beiden Übersetzerinnen Lídia Nádori (Ungarisch) und Linda Östergaard (Schwedisch).

Eine Mischung aus Vorträgen, Workshops, geselligem Beisammensein und fachlichem Austausch lockte über 200 Übersetzer und Übersetzerinnen nach Wolfenbüttel. Sich auszutauschen über Schwierigkeiten und die Arbeiten der Übersetzer, sich zu vernetzen und weiterzubilden sowie gemeinsam zu feiern standen im Mittelpunkt des Wochenendes, sagte Birgit Schmitz, Gestalterin des Lesefestes. „Freundschaftlich und kuschelig ist diese Tagungsveranstaltung jedes Jahr“, betonte Jan Schönherr abschließend. Die Gäste kommen aus aller Welt einmal im Jahr nach Wolfenbüttel, um gemeinsam zu tagen und sich fachlich auszutauschen. Die Veranstaltung wurde mit Unterstützung von ver.di, der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, dem Deutschen Übersetzerfonds e. V. und der Stadt Wolfenbüttel ausgerichtet.


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