Am Freitag war die Premiere zum Stück „Hier sind Sie richtig“ der kleinen Bühne Wolfenbüttel. Die Darsteller Sascha Kropf (Spartacus), Michael Harnisch (Bernard), Jonas Plinke (Jean) und Erik Gürtler (Bertrand) zeigten viel Haut und Humor. 

Halbnackter Angriff auf die Lachmuskeln bei Premiere zu „Hier sind Sie richtig“

Die kleine Bühne Wolfenbüttel feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum. Zum Geburtstag hat sich das Ensemble Stücke ausgesucht, die bereits in den vergangenen Jahren schon einmal aufgeführt worden. Seit Freitag läuft nun das Stück „Hier sind Sie richtig“ von Marc Camoletti, das den Zuschauern schon 1994 die Lachtränen in die Augen trieb. Und auch bei der Premiere am Freitag im Schlosstheater wurden die Lachmuskeln wieder mächtig strapaziert.

Das Stück erzählt die Geschichte von vier Frauen, die unter einem Dach in Paris leben. Georgette ist ein ehemaliger Bühnenstar und hat die Malerin Jacqueline sowie die Musikerin Janine als Untermieterinnen aufgenommen und lässt das ganze Hauswesen von der Haushälterin Berthe versorgen. Georgette sucht einen Mieter, Jacqueline ein Modell, Janine einen Klavierschüler und Berthe einen Mann zum Heiraten. 

Die Lösung – alle vier schalten eine Zeitungsannonce. Die Interessenten lassen auch nicht lange auf sich warten. Doch weil drei der vier Damen nichts von den Annoncen der anderen wissen, kommt es zu einer Verkettung haarsträubender Verwechslungen. Ein Stück, in dem am Ende schließlich jeder zu dem findet, zu dem er gehört. Das Ensemble, das das Stück unter der Regie von Michael Harnisch aufführte, sorgte in „Hier sind Sie richtig“ für ziemliche Verwirrung, jede Menge Humor und nicht weniger nackte Haut. Man vermag gar nicht zu sagen, welcher Darsteller die Lachmuskeln den Publikums am meisten strapaziert hat. Ob Nicole Berkau als Madame Georgette, Sascha Kropf als selbstverliebter Spartacus, Michael Harnisch als Bernard als stocksteifer Wohnungssuchender. Sarah Leonhardt als Malerin Jaqueline, Meike Leonhardt als Haushälterin Berthe, Aileen De Carvalho Jonas als Klavierlehrerin Janine, Erik Gürtler als heiratswilliger Junggeselle oder Jonas Plinke als verklemmter Klavierschüler. Sie alle haben am Freitag eine Glanzleistung abgeliefert und für so manch einen Lachanfall gesorgt. 

Super abgeliefert

„VSF“ kann man da nur sagen. Was VSF heißt möchten Sie wissen? Tja, diese Abkürzung spielt eine ganz wichtige Rolle und sorgt während der knapp eineinhalbstündigen Vorstellung für ein heilloses Durcheinander und führt zu turbulenten Verwechslungen. VSF ist nämlich DIE universelle Abkürzung für alles mögliche, was heutzutage in eine Annonce gehört. Es kann für „Vorbedingung schöne Füße“ oder für „Vorbedingung solide Fingerfertigkeit“ stehen. In unserem Fall steht „VSF aber für „Vorstellung sauber fabriziert“. Denn die Mitwirkenden – ob auf, vor oder hinter der Bühne – haben ein tolles Stück auf die Beine gestellt und großes Theater auf kleiner Bühne gezeigt. 

So gut wie ausverkauft

Die Vorstellungen der kleine Bühne sind bis auf die Aufführung am 25. Oktober um 19.45 Uhr ausverkauft. Wenige Restkarten gibt es im Internet unter www.kleine-buehne-wf.de oder telefonisch unter 05331-855221. 

Allen, die keine Karte mehr ergattern konnten, sei gesagt: Schade, schade, dass Sie dieses lustige Stück nun nicht sehen werden. Aber sicher hat die kleine Bühne Wolfenbüttel noch viele andere Vorstellungen in petto, die für Heiterkeit sorgen und den Alltagsstress für ein paar Stunden vergessen lassen.


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