Herzlich bedanken möchte sich Familie Nehrkorn bei den Firmen, die in den vergangenen zwei Jahren bei den Umbaumaßnahmen beteiligt waren (v. l.): Stefanie Schausten (Firma Fabelhaft), Niklas Nehrkorn, Mark Schlolaut (Dachdeckerei), Detlef Lehnert (Gas- und Wasserinstallateur), Melanie und André Nehrkorn, Leon Röpke sowie Marco Schroeder (MS-Heizung und Sanitär).

FitnessFarm steckte 300.000 Euro in die Modernisierung

André Nehrkorn sprudelt vor Ideen. Er schmiedet Pläne, nimmt Geld in die Hand und setzt um. „Wir haben das Studio auf links gedreht. Es ist im Prinzip nichts mehr so, wie es mal war“, meinte er. Seit dem 1. Januar 2018 ist er der neue Inhaber der FitnessFarm, übernahm das beliebte Sportstudio an der Hauptstraße von seiner Mutter Silvia, die 1981 zunächst in Braunschweig und 1987 in Cremlingen mit ihrer erfolgreichen Selbstständigkeit durchgestartet war. Die letzten beiden Jahre waren für die Familie ein ziemlicher Kraftakt.

Von manchen Veränderungen wurde der große Kundenstamm wohl auch überrascht. „Wir haben etliche Nachtschichten eingelegt, damit die Leute hier tagsüber in Ruhe trainieren können“, sagte er mit seiner besseren Hälfte Melanie. Vieles habe er dabei in Eigenleistung erledigen können. Doch für die größeren Maßnahmen beauftragten sie Firmen. „Wir achteten darauf, dass die Aufträge in der Gemeinde bleiben.“

Während die Firma MS-Heizung und Sanitär GmbH aus dem Ort für die energieeffiziente Sanierung zuständig war, kümmerte sich der Meisterbetrieb von Mark Schlolaut aus direkter Nachbarschaft um das Dach und die Fassade. Der Cremlinger Gas- und Wasserinstallateur Detlef Lehnert wirkte ebenso mit. Und die Reinigungsfirma von Stefanie Schausten sorgt mit ihrer Dienstleistung für Sauberkeit. „Wir wollen uns bei allen Firmen herzlich bedanken. Es hat alles reibungslos geklappt. Die Mitarbeiter haben gute Arbeit geleistet“, erklärte André Nehrkorn. Wichtig war ihm auch, Ulli Schwarze (cremlingen.online) für seine Unterstützung zu danken.

Die Familie hat zwar schon immer selbst Hand angelegt, doch jetzt war’s besonders intensiv. „Seit der Übernahme habe ich rund 300.000 Euro in die Modernisierung gesteckt“, sage er. Doch die seien laut ihm auch nötig gewesen. Allein vom neuen Brennwertkessel erhoffe er sich jetzt 30 bis 40 Prozent Energieersparnis. „Der Klimaschutz ist uns wichtig“, ergänzte Gattin Melanie. Längst seien Papp- und Plastikbecher verbannt worden. „Wir wollen Müll reduzieren.“ Mit Gläsern klappe das gut. Zudem stellten sie die Beleuchtung auf LEDs um. Wassersparende Duschköpfe sind nun in den Nasszellen. 

Aber auch an der Giebelwand mussten sie ausbessern. Neue Heizlüfter hängen im Trainingsbereich. „Ventilatoren unter dem First sorgen jetzt dafür, dass die warme Luft wieder nach unten strömt“, sagte André Nehrkorn, für den es der zweite große Umbau ist. „Mit meinem Vater hatte ich schon einmal umgebaut. Und jetzt half mir mein Sohn Niklas.“ Der 18-Jährige wiederum lernt im eigenen Betrieb im zweiten Lehrjahr Sport- und Fitnesskaufmann. Und neben ihm gibt es noch Leon Röpke, der bald ausgelernt hat. Die beiden kümmern sich auch auf Instagram und Facebook um die neue Marketing-Strategie. Stolz zeigte sich der Geschäftsführer zudem über einen Studenten, der in Düsseldorf seinen Bachelor zum Fitnessökonom macht. „Bei uns erlernt er den praktischen Teil. Ich übernehme die Studiengebühren.“ Insgesamt beschäftigt der 46-Jährige 25 Mitarbeiter. Viele seien schon lange dabei. 

Doch auch bei den Fitness-Geräten lässt er sich nicht lumpen. Dort ist erst ein moderner Matrix-Zirkel entstanden, nachdem ein Paar Geräte aussortiert wurden. Auspowern kann man sich übrigens auf 4.000 Quadratmetern. „Wir sind der größte Fitnessclub der Region.“ Dabei sei das Publikum vom 14- bis zum 90-jährigen Sportler breit gefächert. Ein großes Standbein ist nach wie vor der Reha-Sport in Kooperation mit den Krankenkassen. Ein Physiotherapeut runde das Konzept ab. Ihm sei wichtig, den Gesundheitsgedanken nach außen zu tragen. Daher steckte er auch viele grüne Scheine in die Sauna. „Für 2020 ist eine Biosauna geplant und der Gastrobereich soll erneuert werden. Fertig sind wir noch lange nicht“, schmunzelte der Clubchef, der schon 23 Jahre tätig ist. „Durch Niklas ist absehbar, dass es auch in dritter Generation weitergeht.“ Alles im Familienbetrieb, versteht sich (keine Kette). 

Am 25. und 26. Oktober veranstaltet die FitnessFarm einen Tag der offenen Tür. An beiden Tagen wirbt das Unternehmen mit Angeboten. Geöffnet ist zu den regulären Zeiten. Als Special bieten die beiden Azubis an dem Samstag um 12 Uhr einen TRX-Kurs und um 14 Uhr ein Bauchworkout an. Zudem baut sich mittags ein Foodtruck (Hamburger, Pommes, u. a.) auf dem großen Parkplatz auf. 

Samstagabend lädt die FitnessFarm zur „Members & Friends Party“, bei der bereits 150 Karten über den Tresen gingen. „Wir wollen eine ähnlich geile Party feiern, wie vor zwei Jahren zum 30-Jährigen.“ Bei Livemusik und einem DJ soll das Tanzbein geschwungen werden, zudem gibt es Cocktails und ein paar Biersorten. „Unsere Mitglieder sollen sich einmal auf einer anderen Art begegnen als ‚nur‘ im Trainingsoutfit“, freuten sich Melanie und André Nehrkorn am Ende. Und schließlich wollen sie sich auch bei den Kunden bedanken. 


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