Das Polizeiorchester Niedersachsen bewies am Donnerstagabend in der Trinitatiskirche in Wolfenbüttel einmal mehr, dass hier die Experten für den guten Ton am Werk sind. Die Musiker, unter der Leitung von Thomas Boger, spielten ein wundervolles, vielseitiges Konzert, das die Zuhörer zu begeistern wusste.

Polizeiorchester Niedersachen spielte in der St. Trinitatis-Kirche ein Benefizkonzert für Satu Mare

Das Polizeiorchester Niedersachsen spielte im Rahmen seiner Konzerttournee am vergangenen Donnertsag beriets zum achten Mal für den Freundeskreis Satu Mare und damit für benachteiligte Kinder in der rumänischen Partnerstadt. Der Reinerlös des Konzerts geht an die Caritas in Satu Mare. Dirigent Thomas Boger und sein Ensemble spielten an diesem Abend Stücke vom Barock bis zur Moderne, was bei den Zuschauern für große Begeisterung sorgte.

Pfarrer Stefan Lauer begrüßte die Musiker und die zahlreichen Gäste in der voll besetzten Trinitatis Kirche. Er dankte Axel Gummert und Manfred Ammon vom Freundeskreis Satu Mare herzlich für das Konzert, sowie Harry Döring, dem Obermeister der Widekind-Loge, auf dessen Initiative die Reihe der Benefizkonzerte überhaupt erst begann. Dann wünschte Lauer allen einen „schönen Abend mit viel wundervoller Musik“.

Dann zeigte das Orchester einen Ausschnitt seines großen Repertoires. Thomas Boger führte dabei nicht nur das Orchster, sondern gab den Zuhören auch immer wieder kleine Anregungen und Anmerkungen zu Titel und Komponist mit auf den Weg. Beschwingt und leidenschaftlich wie immer leitete Boger die Musiker.  Mit „Into the Light of Day“ von Stephan Melillo begann der musikalische Abend. Danach gab es eine Overtüre von William BVoyce. Vertraute Klänge lieferte das Orchester auch mit den Klezmer Classics und der Chaconne in d-moll vom großen Johann Sebastian Bach. Einen Ausflug in 1000 und 1 Nacht gab es mit dem Stück Arabesque von Samuel R. Hazo. 

Harry Döring hielt im späteren Verlauf des Konzerts einen kleinen Rückblick auf die Anfänge der Konzertreihe. Ein Vortrag über die bedrückenden Zustände in Satu Mare hätten ihn dazu bewegt, das erste Benefizkonzert zu initiieren. Daraus entwickelte sich unerwartet eine ganze Reihe mit dem nun achten Konzert. Döring dankte dem Freundeskreis herzlich für seinen Einsatz beim Bewältigen der großen Mengen von Sachspenden und für den Kampf gegen Not und Elend in der Partnerstadt.

Der zweite Zweck des Konzertabends sei Prävention, fuhr Döring fort. Gerade in der dunklen Jahreszeit steige die Zahl der Diebstähle, Einbrüche und Betrügereien. Die Bürgerinnen und Bürger müssten informiert werden, um sich besser schützen zu können. Dafür standen Claudia Fricke und Simone Hartmann vom Präventionsteam der Polizei  mit einem Informationstisch am Eingang der Kirche bereit. „Dieses Polizeiorchester ist das beste in Deutschland“, fuhr Döring fort und dankte dem Orchesterleiter Thomas Boger für die Zusammenstellung des Programms. 

Thomas Boger erklärte, er und seine Musiker seien sehr gern wieder nach Wolfenbüttel gekommen. Sofern es eine Einladung gibt, würde man auch sicher im kommenden Jahr mit einem Konzert die Arbeit des Freundeskreises unterstützen, sagte er. In Deutschland gehe es doch vielen Menschen gut, meinte Boger, und es sei schön zu sehen, wie sie andere in weniger begünstigten Regionen unterstützten, statt einfach nur die Grenzen zu schließen. Zu helfen sei ihm und seinen Musikern „eine Herzensangelegenheit“, schloss Boger und lud alle Zuhörer ein, den Freundeskreis Satu Mare zu unterstützen. 

Axel Gummert ergriff abschließend das Wort und dankte allen Anwesenden herzlich für ihr Kommen. Das Konzert sei ein „wunderbares Erlebnis“, stellte er fest. Ebenso herzlich dankte er allen Spendern und Helfern für ihren Einsatz. Gummert erzählte den Besuchern von seinem Besuch in Satu Mare und der Erkenntnis, dass man noch lang nicht am Ende sei. Die Spenden seien immer noch dringend nötig, denn die Verhältnisse in Rumänien seien unvorstellbar, die Menschen leben dort unter menschenunwürdigen Zuständen. „Als wir das dort vor Ort sahen, wussten wir, dass wir weitermachen müssen“, so Gummert und bat auch in diesem Jahr wieder um kräftige Spenden. Im vergangenen Jahr waren von den Konzertbesuchern rund 2.000 Euro gespendet worden. Damit sei es dem Freundeskreis gelungen, weitere Projekte in Satu Mare zu unterstützen. Beschwingt fröhlich ging es am Ende des eineinhalbstündigen Konzerts mit „When the Saints go Marching In“ weiter, bevor die Zuhörer mit leisen Klängen von Bach in den Abend verabschiedet wurden. 

Auch dieses achte Benefizkonzert für Satu Mare war ein voller Erfolg. Für das Orchester, die Zuhörer und vor allem die Kinder in Satu Mare, denen durch das Zutun aller wieder ein wenig geholfen werden kann. Denn, wie Axel Gummert nach dem Konzert erfreut mitteilte, wurden an diesem Abend mehr als 2.000 Euro durch die Konzertbesucher gespendet. „Wir sind sehr zufrieden. Es ist ein tolles Konzert gewesen, mit einem super Ergebnis“, so Gummert.


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