Die Jugendfeuerwehrmitglieder aus Destedt, Hemkenrode und Schulenode marschierten mit ihren Fackeln vorweg. Rechts: Betreuer Karsten Bossen.

­­Mit bunten Laternen und Fackeln ging's gestern Abend durch Schulenrode

Heller als sonst war es gestern auf den Straßen. Das kühle Novemberwetter brachte am Abend gut 100 kleine und große Laternenträger zusammen. Ihnen ging dabei mehr als nur ein Licht auf. Da gab‘s bunte Glühlampen, Kerzen, Windlichter, Laternen und Fackeln zu sehen.

Wer aber der heilige Martin war, das wussten viele schon ziemlich genau. Prädikant Bernd Hoppmann erzählte die biblische Geschichte mit seiner ganz eigenen Dynamik. Dabei erlebten die Besucher in St. Georg auf den dicht besetzten Bänken die Schlüsselszene, als der heilige Martin der Legende nach mit einem frierenden Bettler seinen Mantel teilte, in dem er es mit seinem Schwert zerschnitt. „Martin war ein sehr hilfsbereiter Mensch. An einem kalten Wintertag half er dem hungernden Bettler. Menschen sollten sich an seinem Wirken ein Beispiel nehmen“, sagte Hoppmann, der in Schulenrode auch kein neues Gesicht war. Er gestaltete schon im vorigen Jahr die kleine Andacht. Zudem war das Akkordeon Jugendorchesters aus Destedt mit einer kleinen Besetzung dabei. Die Kirchenvorstandsvorsitzende Petra Klatte dankte eingangs dem Tischtennis- und Schützenverein, der Feuerwehr sowie dem Kirchenvorstand für die gemeinsame Organisation. 

Vor dem Gotteshaus warteten dann schon Mitglieder der Jugendfeuerwehr mit Fackeln, um den Zug anzuführen. Mit starker Unterstützung der Akkordeonmusiker machten sich dann alle auf den Weg und sangen die vielen bekannten Martinslieder. Die Anspannung, Freude und Aufregung waren nicht nur in den Gesichtern der Jungen und Mädchen, sondern auch in denen der Eltern und Großeltern abzulesen, bis es endlich losging. Nicht nur einmal erklangen die schönen Melodien von „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“. Textsicher waren sie, die Kleinen und Großen. Stolz hielten die Sprösslinge ihre leuchtenden Motive in den Händen, während das Team um Ortsbrandmeister Reiner Fuhrmann mit seinem Fahrzeug für die Sicherheit sorgte. 

Singend schob sich die kleine Karawane trotz Nieselregens in Richtung Schützen- und Sportheim, wo schließlich der Abschluss der Veranstaltung war. Die fleißigen Helfer kümmerten sich dort um Essen und Getränke und machten das Laternenfest wieder zu einer runden Sache.


ANZEIGE