Begrüßung aller Gäste vor der feierlichen „Entkleidung“ (v. l.): Bienenbeauftragter Robert Koenig, Presse- und Öffentlichkeitsbeauftragter Thomas Strube, Vorsitzender des VUT Hedeper Peer Narup und die vielen Gäste.

Das „Insektenhotel“ in Winnigstedt: Ein Heim für die Krabbler

Es hat lange gedauert, aber was lange währt, wird endlich gut. Dieser Ausspruch ist nun schon über 2.000 Jahre jung, stammt vom römischen Epiker Publius Ovidius Naso (43 v.Chr. bis 17 n.Chr.), und hat bis heute nichts von der Aussagekraft verloren.

Mit 3,8 Tonnen, die sich auf 40 Gefache verteilen und mit einem Gesamtgewicht von 8,3 Tonnen werden den in unseren Breitengraden rund 5.000 verschiedenen Insekten einen Lebensraum geboten. Ein Stück niedersächsischer Handwerkskunst und Heimatgeschichte der jüngeren Zeit. Die Bauzeit dieser Unterkunft lag bei rund 600 Freizeit-Stunden. Gefertigt wurde es aus hochwertigem getrocknetem Fichtenholz.Gezapft und nach alter Zimmermannskunst hergestellt. In Hedeper von 14 helfenden Händen vormontiert. Und vor fünf Wochen auf einem Anhänger von Hedeper aus nach Winnigstedt verfrachtet. 

Mit der tatkräftigen Unterstützung der Mitglieder und wurden in logistischer Meisterleistung die Bauteile des Korpus und des Daches montiert und mit einem regional typischen Ziegel der Firma Jacobi vor Witterungseinflüssen geschützt.

Der VUT Hedeper (Verein unabhängiger Treiber) ist sehr stolz, dass man dieses Insektenhotel nunmehr der Gemeinde Winnigstedt übereichen durfte.

Bürgermeister Michael Waßmann schlug selbstverständlich den letzten Zapfen in das Hotel ein, und auch die drei Gewinner-Kinder durften ihre Preise entgegennehmen. Sie waren ja eigentlich auch die wahren Architekten. Die Klasse 4 der Grundschule Winnigstedt fertigte unter der Anleitung der Klassenleiterin Frau Buchner viele tolle und kreative Vorschläge für dieses Gewerk.

Und die Krux der Geschichte ist, dass der Entwurf der Siegerin erst durch eine kleine Manipulation des Entwurfes feststand. Das Bild wurde einfach gedreht. Und so stand die Siegerin fest. Und mit einigen baulich notwendigen Modifikationen,wurde es nahezu zeichnungsgetreu umgesetzt.

Ein besonderer Dank geht selbstverständlich an die Jägermeister-Stiftung (vor Ort persönlich vertreten durch Frau Puschnerus und Herrn Prof. Dr. Helm), die Gemeinde Winnigstedt (vertreten durch den Bürgermeister Michael Waßmann), die Klasse 4 der Grundschule Winnigstedt (vertreten durch die Klassenlehrerin Frau Buchner) und zu guter letzt auch an die Freiwillige Feuerwehr Winnigstedt, die alle Gäste im Anschluss an die Veranstaltung so lukullisch bewirtete.

Auch ein Dank ist allen Mitgliedern des VUT Hedeper recht und billig. Denn ohne ihre Hilfen, sei es aktiv, passiv oder fördernd, wäre dieses Projekt gar nicht zu realisieren gewesen.

Und wenn sich jemand ebenfalls für den Verein interessiert, oder die Projekte die man in der Schublade hat, oder einfach den Verein unterstützen möchte, ist herzlich willkommen. Man findet den Verein im Internet (www.vut-hedeper.de) als auch bei Facebook (www.facebook.com/VUTHedeper/). Beim VUT Hedeper ist jeder herzlich willkommen.


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