Andreas Memmert will für eine zügige Abwicklung des Brückenneubaus sorgen.

Memmert: „2014 wird ein Brückenjahr.“

Brückenerneuerungen belasten den Etat der Gemeinde Schladen-Werla erheblich. Nicht nur die im Bau befindliche Brücke an der Stettiner Straße in Schladen muss grundsaniert werden, sondern auch die Brücke auf der Neuen Straße in Hornburg.

 

Als Brückenjahr betitelte Andreas Memmert das Jahr 2014. Nicht nur die im Bau befindliche  Brücke an der Stettiner Straße in Schladen muss grundsaniert werden, sondern auch die Brücke auf der Neuen Straße in Hornburg.
„Wir untersuchen regelmäßig unsere mehr als 20 Brücken in der Gemeinde. Dabei handelt es sich meist um Sichtprüfungen“, berichtete der Bürgermeister der Einheitsgemeinde Schladen-Werla und fügte hinzu: „Manchmal entdecken wir allerdings erst bei tiefergehenden, zerstörerischen Untersuchungen Fehler.“  Nicht nur Andreas Memmert zeigte sich von Entdeckung der historischen Brücke auf der Neuen Straße massiv überrascht.
Im Eilverfahren sei laut Memmert entschieden worden, dass die Brücke komplett erneuert werden müsse. 14 Bewerber hatten sich zunächst für das Bauvorhaben gemeldet. Vier Firmen hätten schließlich Angebote eingereicht. Das Auftragsvolumen bezifferte der Bürgermeister mit 95 000 Euro. Er sei über den Nachtragshaushalt abgesichert.
Der Abriss der Brücke beginnt am 18. August und ist für sechs Wochen terminiert. „Es ist vorgesehen, dass die Baufirmen nicht nur samstags arbeiten, sondern auch in zwei Schichten, um eine möglichst schnelle Abwicklung realisieren zu können“, sagte Memmert und betonte ausdrücklich, dass während der Bauphase die Einbahnstraßenregelung aufgehoben werde. Dabei sei auch des Rein- und Rausfahren von Lieferfahrzeugen möglich. Die 48 Haushalte  an der Neuen Straße und die 30 Haushalte der Hagenstraße müssen sich während der Bauarbeiten auch nicht um ihre Mülltonnen kümmern, sondern sie lediglich auf die Gehwege stellen. „Den Abtransport der bis zu 400 m langen Strecke  übernimmt die Müllabfuhr, obwohl sie nicht in die betroffenen Straßen hineinfahren dürfen“, hob Memmert die Bürgerfreundlichkeit der Gemeinde hervor.
Die Erneuerung der mehr als 100 Jahre alten Brücke wird vonnöten, weil die Tragkonstruktion durch die lange Belastung und den Frost ermüdet sei. „Ich bin sicher, dass die neue Brücke wieder mehr als 100 Jahre hält“, unterstrich Andreas Memmert. Die aus Naturstein, Sand und 30 cm dickem Stahlbeton bestehende Brücke weist eine Breite von 4,50 m und eine konische Länge von 3,25 Meter bis 4 Meter auf. Die Ilse schlängelt sich lediglich 95 Centimeter unterhalb der  historischen Brücke durch Hornburg.
Memmert stufte die Brücke und die Neue Straße als eine der schönsten Bereiche Hornburgs ein.
Eine weitere Hiobsbotschaft erhielt Memmert im Zusammenhand mit dem Brückenbau an der Stettiner Straße: „Die Brücke wird sich auf Grund neuer EU-Richtlinien um 20.000 Euro auf 145.000 Euro verteuern. Zuschüsse aus fremden Töpfen bekommen wir nicht.“


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