Das Handwerk bildet trotz Corona weiter aus – in der Region Braunschweig sind noch 181 freie Ausbildungsplätze vorhanden.

Das Handwerk bildet trotz Corona weiter in der Region aus

Wer noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz ist, hat im Handwerk gute Chancen. Rund 600 freie Lehrstellen melden die Handwerksbetriebe im Bezirk der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, davon etwa 180 in der Region Braunschweig. „Jugendliche und Unentschlossene sollten die Ferienzeit nutzen und sich über die verschiedenen Berufe informieren oder Schnupperpraktika absolvieren. Es ist noch nicht zu spät, um sich auf einen Ausbildungsplatz zu bewerben“, appelliert Eckhard Sudmeyer, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade.

Ausbildungen können laut Sudmeyer auch noch nach dem traditionellen Start des Ausbildungsjahres am 1. August begonnen werden. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten ab dem Frühjahr viele Maßnahmen im Bereich der Berufsorientierung wie Ausbildungsmessen oder Azubi Speed-Datings abgesagt werden: „Wir haben unsere Formate angepasst und ins Internet verlegt. Bei unseren digitalen Azubi-Speed-Datings wurden die Bewerbungsgespräche einfach per Videochat geführt“, erklärt Sudmeyer. Weitere Formate wie digitale Sprechstunden seien in Planung. „Unsere Berater unterstützen Jugendliche bei der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz und der Bewerbung“, sagt der Hauptgeschäftsführer.

Trotz Krise biete das Handwerk unverändert gute Berufsaussichten. „Wer eine Ausbildung im Handwerk beginnt, legt damit den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere.“ In den nächsten Jahren stünden zudem viele Betriebe vor der Übergabe. „Eine gute Chance für alle, die früh Verantwortung übernehmen wollen“, so Sudmeyer.

Das Handwerk zeigt Umfragen zufolge weiterhin eine hohe Bereitschaft zur Ausbildung. „Die duale Ausbildung spielt im Handwerk seit jeher eine große Rolle, schließlich sind die Auszubildenden von heute die Fachkräfte von morgen. Wer jetzt das Thema Ausbildung vernachlässigt, hat die Krise nach der Krise“, sagt Sudmeyer. Weitsichtige Unternehmer würden deshalb jetzt gezielt mit ihrem Ausbildungsengagement dem Fachkräftemangel vorbeugen.

Freie Ausbildungsplätze können über die Online-Suche Lehrstellenbörse sowie die App Lehrstellenradar abgerufen werden. Die Suche bietet verschiedene Filtermöglichkeiten, sodass nach bestimmten Berufen, Stichwörtern oder Regionen gefiltert werden kann. In der Region Braunschweig werden vor allem Friseure (28), Elektroniker (17) und Dachdecker (16) gesucht. Auch für Kraftfahrzeugmechatroniker, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie Metallbauer, die zusammen mit den Friseuren und Elektronikern zu den Top 5 der beliebtesten Ausbildungsberufe gehören, gibt es noch freie Stellen.

Mehr Informationen zu den freien Lehrstellen finden Interessierte unter www.lehrstellenradar.de und in der gleichnamigen App. Für individuelle Beratungen können sich sowohl Jugendliche als auch Eltern an die Ausbildungsplatzvermittler Jonas Edinger, Telefon 04131 712-14.


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