Bei der Übergabe des Förderbescheides durch Minister Althusmann.

300.000 Euro für Geopark Harz: Minister Althusmann übergab Förderbescheid

Die beiden UNESCO Geoparks Harz - Braunschweiger Land - Ostfalen (HBLO) und terraVita (Osnabrücker Land) werden bis einschließlich 2023 vom Land Niedersachsen mit jeweils 600.000 Euro gefördert. Die Hälfte des Förderbetrages für den Geopark HBLO – also 300.000 Euro erhält der für den Nordteil verantwortliche Geopark-Trägerverein Braunschweiger Land – Ostfalen.

Mit der Übergabe des Förderbescheids durch den niedersächsischen Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann erhält der Geopark auf der Kaiserpfalz Werla nun die offizielle Bestätigung. Althusmann: „Diese Förderung stellt eine große Anerkennung für die in der Vergangenheit geleistete Arbeit des Geoparks dar und sichert seine Zukunftsfähigkeit. In Zeiten der Corona-Pandemie, in der viele Freizeitangebote in Räumen nur mit großen Einschränkungen nutzbar sind, kommt den großflächigen Geoparks eine hohe Bedeutung für die Freizeitgestaltung und Erholung der Menschen zu.“

Der Minister hob in der Begründung für die Förderung die touristischen Effekte der UNESCO-Geoparks und ihre Bedeutung bei der Information über die geologischen Ressourcen hervor. Beide Bereiche sind im Wirtschaftsministerium angesiedelt und es besteht bereits eine langjährige fruchtbare Kooperation zwischen dem Geologischem Landesamt (LBEG) und den Geoparks. Geoparks haben es sich zudem zur Aufgabe gemacht, die Vermarktung regionaler Produkte im Sinne einer nachhaltigen wirtschaftlichen Regionalentwicklung zu unterstützen. 

Seit der Mitte der vergangenen Wahlperiode hatte sich der Landtagsabgeordnete und jetzige Vizepräsident Frank Oesterhelweg zusammen mit seinem Osnabrücker Kollegen Martin Bäumer für eine dauerhafte Förderung der beiden niedersächsischen Geoparks eingesetzt. Als Verhandlungsführer für den Bereich Umwelt konnte Oesterhelweg während der letzten Koalitionsverhandlungen gemeinsam mit weiteren MdL’s der Region durchsetzen, dass neben den Naturparken auch beide Geoparks zusätzliche Mittel für ihre wichtige Arbeit bekommen. Neben dem hiesigen Trägerverein wird auch der Regionalverband Harz als zweiter Geopark-Trägerverein mit gleicher Summe gefördert. Schon im vergangenen Jahr erhielten beide Trägervereine je 75.000 Euro Förderung. 

Im Archäologie- und Landschaftspark Kaiserpfalz Werla, einem Leuchtturmprojekt des Geoparks, nimmt der Vorstand des Geopark-Trägervereins BLO vertreten durch den Baudezernenten des Landkreises Wolfenbüttel Claus-Jürgen Schillmann und den Bürgermeister der Gemeinde Schladen-Werla Andreas Memmert den Bescheid entgegen. In Vertretung der beiden Vorsitzenden, Landrätin Christiana Steinbrügge, Wolfenbüttel, und Landrat Gerhard Radeck, Helmstedt, begrüßen sie die dringend benötigte finanzielle Förderung. Im Verlauf einer fast 20-jährigen Aufbauphase des Geoparks durch Städte, Kreise und Kommunen sind die Anforderungen stetig gestiegen. Nun wird es zum Beispiel möglich sein, den Ausbau des Archäologie- und Landschaftsparks Werla fortzusetzen. Dazu wurde im vergangenen Jahr vom dortigen Förderverein ein umfangreicher Masterplan vorgelegt. 

Die Fördermittel kann der Geopark neben der Anteilsfinanzierung neuer Projekte für Personalausgaben, für die Fortschreibung und Umsetzung des Geopark-Masterplans, für Maßnahmen der Evaluierung, für die Teilnahme an Qualitätszertifizierungen, die Unterhaltung von bestehenden Infrastrukturen, für Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit, der Umweltbildung und der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sowie für Geopark-Veranstaltungen verwenden. 

Am Rande der Veranstaltung wurde die neue touristische Hinweistafel zur Kaiserpfalz Werla an der Autobahn 36 vorgestellt. Die Aufstellung erfolgt noch in 2020 in beiden Fahrtrichtungen.


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