Hans-Gert Hotop und Dorothee Schacht zeigen mit dem Förderkreis eine Ausstellung über den 1. Weltkrieg.

Ausstellung zum 1. Weltkrieg im Heimathaus Alte Mühle

Die Winterausstellung im Heimathaus Alte Mühle in Schladen behandelt ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte. Der Förderkreis hat eine Sammlung von Schladener „Kriegslebensläufen“ aus dem 1. Weltkrieg zusammengetragen.

Hans-Gert Hotop, der die Steckbriefe wegen der deutschen Sütterlinschrift aus einem Buch der 30er-Jahre übersetzte, kannte die meisten der knapp 80 dargestellten Schladener noch persönlich. „Zum Beispiel Granaten-Meyer. Alle Meyers bekamen einen Spitznamen, um sie unterscheiden zu können. Und dieser war im damaligen Dippe-Werk für die Granaten zuständig“, sagte Hotop.
Die kurze Geschichte der Schladener Kriegsteilnehmer, die ab Sonntag, 2. November, im künftigen „Schladen-Raum“ ausgestellt wird, ist so gut dokumentiert, weil sie als Veteranen des 1. Weltkriegs von der nationalsozialistischen Regierung das Ehrenkreuz als Frontkämpfer erhielten. „Darüber wurde Buch geführt. Allerdings waren deutlich mehr Schladener am Krieg beteiligt und nur ein Bruchteil holte sich das Ehrenkreuz ab – denn das war freiwillig“, erläuterte Hotop.
Neben den Lebensläufen gehören auch Feldpostbriefe, Schlachtendokumentationen und einige Abzeichen und Orden zur?Ausstellung.  Zahlreiche Fotos des Ortes aus der Zeit um 1918 sind ebenfalls zu sehen. „Diese Ausstellung ist gleichzeitig ein Anfang für den geplanten Schladen-Raum, der sich ab dem kommenden Jahr ausschließlich mit der Ortsgeschichte beschäftigen soll“, sagte Dorothee Schacht, Vorsitzende des Förderkreises.
Die Weltkriegsausstellung ist ab dem 2. November bis zum 3. Advent jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.


ANZEIGE