Walter-Johannes Herrmann und Martin Hortig (von rechts) vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfu?rsorge bedankten sich bei den Hornburger Reservisten.

Hornburger Reservisten geehrt

Bei so vielen Gräbern werde man nachdenklich, so drückte es der Erste Kreisrat Martin Hortig aus, als er im Pavillon des Bildungszentrums Vertreter der Reservistenkameradschaft Hornburg-Schladen ehrte.

Neun der Kameraden und vier aktive Soldaten waren im August für zwei Wochen ehrenamtlich zur Kriegsgräberstätte im italienischen Pomezia gefahren, um dort die Pflegearbeiten an den Gräbern und drumherum zu übernehmen. „Ich kann sagen, es war ein durchaus anstrengender Einsatz“, sagte Hortig, der als Kreisvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ebenfalls drei Tage vor Ort – knapp 30 Kilometer von Rom entfernt – im Einsatz war.

„Einiges an diesem Einsatz ragte über normale Pflegeeinsätze hinaus. So ist das Beisetzen eines
Soldaten in Italien eher die Ausnahme“, erläuterte Walter-Johannes Herrmann, Bezirksvorsitzender des Volksbundes. Dafür würden gerade in der ehemaligen Sowjetunion
bei Grabungen immer wieder unbestattete Soldaten gefunden. „Noch immer wurde fast eine Million Soldaten an den Fronten im Osten nicht gefunden“, sagte Herrmann. Die Arbeit der Reservisten sei daher umso wichtiger.

Die Vertreter des Volksbundes, Bezirksvorsitzender Walter-Johannes Herrmann, Bezirksgeschäftsführer Michael Gandt und Kreisvorsitzender Martin Hortig, bedankten sich bei den Reservisten mit einer Anerkennungsurkunde und einem Buch.

Im Einsatz in Italien waren: Obergefreiter d. R. Klaus Demmerle, Oberstleutnant d. R. Harald Nielebock, Oberleutnant d. R. Rolf Sievers, Oberfeldwebel d. R. Karl-Heinz Geske, Obergefreiter d. R. Andreas Sievers, Obergefreiter d. R. Karl-Heinz Müller, Obergefreiter d. R. Frank Lazar, Gefreiter d. R. Frank Peinemann und Gefreiter d. R. Michael Geske sowie die aktiven Soldaten Stabsunteroffizier Tobias Hagemann und die Oberstabsgefreiten Robert Zöllner, Steffen Scheffler und Alexander Orlowski.


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