Tätowierungen sind für viele Menschen Ausdruck von Persönlichkeit und Überzeugung. Für Lukas, Betreiber des Studios Ink Galaxy in Wolfenbüttel, sind sie zugleich eine Möglichkeit, Gutes zu tun. Mit seinen selbst designten Tierschutzta­ttoos unterstützt er das Tierheim Wolfenbüttel, indem er einen Teil der Einnahmen spendet.

„Ich habe selbst eine Katze, ich liebe Tiere und dachte man muss auch mal etwas Gutes tun“, erzählt er. Einen festen Plan habe es zunächst nicht gegeben. Die Idee zu den Tattoos mit sozialem Zweck sei spontan entstanden.  Besonders das Schicksal ausgesetzter Tiere beschäftige ihn. „Ich finde es schlimm, wie mit Tieren umgegangen wird“, erklärt er.

 Zwar gelten die Sommermonate als Hochsaison für das Aussetzen von Tieren, doch auch im Winter stehen Tierheime vor großen Herausforderungen. Gerade nach Weihnachten werden vermehrt Tiere abgegeben oder ausgesetzt. Oft lagen sie als Geschenk unter dem Weihnachtsbaum, waren unüberlegt oder wurden schnell uninteressant. Das Problem: Gerade im Winter ist das Aussetzten aufgrund der Temperaturen besonders gefährlich für die Tiere.

Eine besondere Verbindung zum Thema hat Lukas auch persönlich: Seine eigene Katze habe er einst vor dem Aussetzen gerettet, inzwischen lebe sie seit zehn Jahren bei ihm. Da er selbst aus Wolfenbüttel stammt, sei für ihn schnell klar gewesen, das örtliche Tierheim zu unterstützen.

Kundinnen und Kunden können zwischen zwei Varianten der Tierschutztattoos wählen oder ein individuelles Motiv umsetzen lassen. 60 Euro kostet ein Tierschutztattoo, zehn Euro davon wandern direkt in die Spendenbox. Spenden seien jedoch auch unabhängig von einem Tattoo möglich.

Acht Tierschutzmotive habe Lukas schon gestochen, weitere drei stünden bereits nächste Woche im Terminkalender. Die Beweggründe der Kundschaft seien unterschiedlich, erzählt er. Besonders berührend seien Tattoos zur Erinnerung an verstorbene Haustiere. „Viele lassen sich das Tattoo stechen, weil sie ein Tier verloren haben“, sagt er. Auch die Pfote eines verstorbenen Tieres habe Lukas schon gestochen. „Diese Tattoos sind auch meistens die Schönsten“, erzählt er.

In diesem Jahr steht für ihn der Tierschutz im Mittelpunkt, doch für nächstes Jahr seien schon weitere Ideen für soziales Engagement in Planung. „Mein Hauptanliegen ist es, dass ich den Tieren damit helfe“, erzählt er. Doch Ziel sei es, nicht nur finanzielle Unterstützung zu leisten, sondern auch Aufmerksamkeit zu schaffen. Vielleicht, so hofft er, entscheide sich der eine oder andere dadurch eher für ein Tier aus dem Tierheim.