Ein dreifach donnerndes „Scha-lau“ mit einer gehörigen Portion Erleichterung! Lange hielt sich das Gerücht in der Gemeinde, dass gar nicht gefeiert wird. Dank großer Einsatzbereitschaft des Vereins laden die Narren aber doch zu einem öffentlichen Karneval: Die Junge Gesellschaft Schandelah (JGS) öffnet trotz umfangreicher Baumaßnahmen an der Sandbachschule ihre Türen – wenn auch in kleinerem Rahmen. Wie Vorsitzende Franziska Zagon im Pressetelefonat erzählte, muss sie sich gegenwärtig mit vielen neuen Themen befassen, die es in den Vorjahren ansonsten nicht gab. „Ich habe die letzten Tage nur telefoniert. Mein Handy steht nicht mehr still“, schickte sie unserem Gespräch voraus und fügte hinzu: „Lieber einen guten Karneval mit weniger Leuten feiern, als hinterher eine Katastrophe erleben zu müssen.“

Damit leitete sie auf die Problemstellung über. „Es wird angebaut und es gibt eine große Baugrube“, sagte Zagon. Auch von Installationen von Brandschutztüren sprach sie. Dort, wo die Karnevalisten ihr Material lagerten und sich die Garderobe befand, fehlen nun wichtige Flächen für die Feier. Vom reinen Platzangebot im Saal her könnte man zwar weiterhin 300 Gäste unterbringen, allerdings, so Zagon: „Wir würden Probleme mit dem Brandschutzkonzept bekommen.“ Die vorhandenen Notausgänge würden für die volle Auslastung nicht ausreichen. Gerade mit Blick auf die furchtbaren Silvester-Ereignisse im Schweizer Skiort Crans-Montana wollen die Organisatoren absolut kein Risiko eingehen und prüfen alle Sicherheitsaspekte mehrfach. Zagon betonte: „Wir sind dankbar, dass uns die Gemeinde erlaubt hat, dass wir überhaupt feiern dürfen. Das ist nicht selbstverständlich.“

Die Feierstätte wird als Baustelle als solches erkennbar bleiben. Bauzäune sichern im Außenbereich die Baugrube ab. Der Einlass wird laut der Vorsitzenden nur über die Oststraße möglich sein. „Nicht über den Schulhof. Das ist wichtig“, erklärte Schandelahs oberste Närrin. Sie appellierte dabei auch an die Besucher sich trotz Alkoholgenuss entsprechend zu verhalten. 

Am heutigen Sonntag, 11. Januar, findet der Kartenvorverkauf im „La Dolce Vita“ (Kleiberg 14) mit der Nummernausgabe ab 11.11 Uhr statt. Die Junge Gesellschaft Schandelah wird dabei rund 20 bis 30 Prozent weniger Karten anbieten. „Die Sicherheits- und Platzbedingungen lassen uns einfach nicht mehr Spielraum“, erklärt Zagon. „Wir sind froh, dass wir überhaupt den Besuchern ein Highlight zum Jahresanfang bieten können“, ergänzte sie. Alle Abteilungen – vom Hallenbau über die Technik bis zum Ausschank – arbeiten mit Hochdruck an der Umsetzung und am Programm. 

Im Mittelpunkt der Session wird das gekürte Prinzenpaar stehen: Prinzessin Sophie Raeb und Prinz Till Wickinger feiern ihr Debüt. Als Kinderprinzenpaar steigen Marielle Wachsmann und Mattes Wolter in die Bütt. 

Los geht das närrische Treiben am Samstag, 31. Januar, ab 14.11 Uhr mit dem Kinderkarneval unter dem Motto „Zirkus“ (Eintritt frei). Am Abend folgt um 20.11 Uhr der Kostümball, bevor der Sonntag traditionell im Zeichen des Büttenfrühstücks (11.11 Uhr) steht. 

Es zeigt sich, was möglich ist, wenn alle zusammen anpacken: Schandelah darf sich also trotz Baustelle auf eine närrische Zeit freuen.