Wer am Freitag unterwegs war, musste Geduld mitbringen: Schneeverwehungen, glatte Straßen und eingeschränkte Sicht prägten den Vormittag, als Sturmtief „Elli“ durchzog. Überall im Stadtgebiet machten sich die Schneemassen breit und Einwohner versuchten mit aller Mühe, ihre Fußwege von dem Schnee zu befreien. Um die Straßen kümmerten sich die Räumdienste, die seit Freitag im Dauereinsatz sind. Die Stadt Wolfenbüttel schreibt: „Die Streu- und Räumarbeiten konzentrieren sich dabei auf Hauptverkehrsachsen, Busstrecken, Brücken sowie wichtige Knotenpunkte“. Die Räumung kleinerer Nebenstraßen erfolge nur, sofern entsprechende Kapazitäten zur Verfügung stünden, heißt es weiter.

Winterliche Straßenverhältnisse sorgten für viele Einsätze

Trotz der Bemühungen, die Straßen möglichst frei zu halten, kam es zu mehreren Unfällen. Vor allem auf der A36 zwischen Wolfenbüttel und Groß Stöckheim, zeigte der Schneesturm seine Auswirkungen. Neben einer Spursperrung wegen ausgelaufener Betriebsstoffe, fuhren sich außerdem viele Autos fest und mussten durch die Feuerwehr befreit werden. Unterstützung bekamen die Einsatzkräfte vom THW, die bei der Bergung von liegen gebliebenen Fahrzeugen die Feuerwehr unterstützte.

Auch Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr

Auch der Busverkehr kam gegen die Schneemassen nicht an. So kam es zu Einschränkungen bei den Linien 710, 796, 793 und der 790. Am Nachmittag kam es laut Augenzeugen zudem zu einem Stau, nachdem ein Bus am Neuen Weg die Straße versperrte. Fahrgäste wurden gebeten auszusteigen. Auch im Zugverkehr kam es zu Ausfällen. So konnte die Linie „RB 45“ zwischen Schöppenstedt und Wolfenbüttel nicht mehr bedient werden. Neben Bus und Bahn ist zudem die Müllabfuhr am Freitagmorgen  zum Schutz der Mitarbeiter, sowie der Verkehrsteilnehmenden nicht losgefahren. Auch die ALW-Standorte in Linden, Klein Elbe und Bornum blieben geschlossen. Die ausgefallenen Fahrten werden am Montag nachgeholt. Die Stadt Wolfenbüttel bittet Bürgerinnen und Bürger trotzdem die betroffenen Abfallbehälter weiterhin draußen stehen zu lassen, gut zugänglich zu halten und von Schnee und Eis zu befreien.

Betreten der Eisflächen ist lebensgefährlich

Des Weiteren warnt die Stadt Wolfenbüttel vor dem Betreten der Eisfläche am Stadtgraben. „Auch wenn die Temperaturen in den vergangenen Tagen konstant unter null Grad lagen, reicht die Dauer der Frostperiode nicht aus, um eine tragfähige Eisdecke zum Beispiel auf dem Stadtgraben oder anderen Gewässern zu bilden“, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Betreten der Eisfläche stelle daher eine akute Lebensgefahr dar. Aus diesem Grund appelliert die Stadt ausdrücklich die Eisfläche nicht zu betreten und insbesondere Kinder sowie Tiere grundsätzlich nicht unbeaufsichtigt in die Nähe der Wasserfläche zu lassen. Eltern werden zudem gebeten, ihre Kinder deutlich und wiederholt auf die Gefahren hinzuweisen.